Wir sind ESA BIC Northern Germany Standort!

Pressemitteilung: InnovationPort Wismar wird Teil des ESA Business Incubation Centre Netzwerks I 1. ESA-BIC-Standort in den ostdeutschen Bundesländern

Wismar, den 14. Juni 2024 – Die Forschungs-GmbH (FGW) Wismar mit seinem InnovationPort Wismar ist seit dem 6. Juni 2024 offizieller Standort des ESA Business Incubation Centre (BIC) Northern Germany. Damit gehört der Innovationsstandort, der mit seinem InnovationPort zu den Digitalen Innovationszentren des Digitalen MVs zählt, nun auch zu den 29 Gründungszentren der European Space Agency (ESA) in Europa und ist der erste ESA-BIC-Standort in den ostdeutschen Bundesländern.


Die Aufnahme in das ESA-BIC-Programm ermöglicht Start-ups und jungen Unternehmen aus den raumfahrtnahen- und anderen affinen Technologiesektoren umfangreiche fachliche Begleitung, ein innovatives Netzwerk in nationale und internationale Luft- und Raumfahrtnetzwerke, räumliche Nutzungskapazitäten sowie eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 50.000 Euro, wenn diese den Bewerbungsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Diesen begleitet unter anderem auch Herr Prof. Dr. Matthias Wißotzki, Professor für Geschäftsmodellentwicklung und digitale Architekturen an der Hochschule Wismar. Er erklärt: „Wir suchen sowohl Upstream- als auch Downstreamapplikationen. Bei Upstreamapplikationen geht es um Ideen, welche den Status Quo der Raumfahrt ergänzen, also quasi alles an Technologien, die wir in den Weltraum schicken können. Bei den Downstreamapplikationen geht es um Ansätze, wie wir Technologien oder Daten aus der Raumfahrt auf der Erde nutzen können, z.B. Daten aus den Copernicus- (Erdbeobachtungsprogramm) oder Galileo-Programmen (Navigationssatelliten- und Zeitgebungssystemen)“.


Am 6. Juni 2024 wurde mit der Unterschrift des Kooperationsvertrages auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin das Vorhaben besiegelt. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer aus Mecklenburg-Vorpommern und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt aus Bremen unterzeichneten gemeinsam mit Thorsten Rudolph Managing Director at Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen sowie Jürgen Sawatzki, Geschäftsführer der Forschungs-GmbH Wismar den entsprechenden Kooperationsvertrag. „Das Unterstützungsprogramm wurde ins Leben gerufen, um Start-ups und andere Innovatoren den Zugang zu ESA-Förderprogrammen zu erleichtern,“ so Minister Meyer.

Mehrwert für Mecklenburg-Vorpommern

Für Mecklenburg-Vorpommern verfolgt fortan der InnovationPort als ESA-BIC-Standort das Ziel, Gründerinnen und Gründer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern dabei zu unterstützen, innovative Ideen mit Raumfahrtbezug zu verwirklichen und in Kooperation mit der ESA erfolgreiche Unternehmen aufzubauen und diese entsprechend zu vernetzen.


Doreen Heydenbluth-Peters, die Standortleiterin des InnovationPorts Wismar, wird als Ansprechpartnerin für interessierte Start-ups vor Ort agieren und mit ihrem Team die Digitale MV-Community in Richtung „Space“ erweitern. Sie freut sich darauf, innovative Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Umsetzung ihrer Ideen mit Raumfahrtbezug zu unterstützen und dem gewonnenen Netzwerk Raum und Rahmen bieten zu können. Das Besondere ist, dass „Innovatoren, die über ein Bewerbungsverfahren in das Programm aufgenommen worden sind, finanzielle Unterstützung für Sachausgaben in Höhe von 50.000 Euro erhalten, wovon 25.000 Euro als Preisgeld durch die ESA vergeben werden“ erklärt Jürgen Sawatzki. „Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern stellt über einen Zeitraum von drei Jahren den zweiten Teil der finanziellen Mittel bereit“, so Sawatzki weiter. Jährlich können somit bis zu zwei Gewinnerteams aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet werden.


Klaus Uwe Scheifler erläutert, „Das Potenzial im Land ist bereits vorhanden. Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 30 Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitenden in der Produktion von Zulieferteilen und im ingenieurtechnischen Bereich tätig, hauptsächlich für den europäischen Flugzeughersteller Airbus.“


Wer steht hinter dem Netzwerk ESA BIC Northern Germany?


Das Inkubationszentrum (BIC) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Norddeutschland (ESA BIC Northern Germany) hat seinen Sitz gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrtverband des Landes Bremen AviaSpace Bremen im BITZ und Digital Hub Industrie, Bremens größte Innovations- und Technologiezentren für Hightech-Unternehmen und Startups. Der AviaSpace Bremen unterstützt die Raumfahrt Incubatees aus Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Netzwerk, der Öffentlichkeitsarbeit und gezielten Coachings nicht nur während der Inkubationszeit, sondern auch in der Phase der Antragsstellung und im Anschluss als Alumni. Seit 2024 bietet das ESA BIC Northern Germany seinen Service nun auch an Startups mit Raumfahrtbezug in Mecklenburg-Vorpommern an. Gemanagt wird das ESA BIC Northern Germany von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO), einem internationalen Netzwerk- und Brandingunternehmen für europäische Raumfahrtprogramme.


Somit wächst das Netzwerk des Digitalen MV weiter an und gewinnt neue Optionen. Der Vorstandsvorsitzende der AVIASPACE BREMEN e. V. Holger W. Oelze betont: „Die Einrichtung des ESA BIC in Wismar und somit nun auch Mecklenburg-Vorpommern wird die regionale Wirtschaft erheblich stärken und neue Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung eröffnen. Die Kooperation mit der ESA und den Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern schafft ein weiteres potenzialstarkes Umfeld für Start-ups und etablierte Unternehmen gleichermaßen.“


FGW beabsichtigt das ESA BIC Mecklenburg-Vorpommern im Wesentlichen mit in das laufende ESF+-Projekt "InnovationPort Wismar 2.0 / Digitales Innovationszentrum" zu integrieren und von dem dort beschäftigten Personal zu bearbeiten. Der InnovationPort Wismar freut sich darauf, die nächste Generation von Raumfahrtinnovationen zu fördern und die Region Mecklenburg-Vorpommern als Zentrum für Raumfahrttechnologien und -anwendungen zu etablieren.

 

Hier gibt es mehr Informationen:

https://www.innovation-port.com/fuer-startups.html

ZUR OFFIZIELLEN SEITE VON ESA BIC NORTHERN GERMANY

 

Kontakt: InnovationPort Wismar
Doreen Heydenbluth-Peters
Forschungs-GmbH Wismar
Standortleiterin InnovationPort Wismar
[d.heydenbluth-peters@innovation-port.com]


Kontakt: Hochschule Wismar
Prof. Dr. Matthias Wißotzki
Hochschule Wismar
[matthias.wissotzki@hs-wismar.de]


Kontakt AVIASPACE BREMEN e. V.
Holger W. Oelze
ZARM Technik AG / AVIASPACE BREMEN e. V.
[holger.w.oelze@zarm-technik.de]

 

 

Logos der Partner

Zurück