Wenn die Agenda Pause macht: Austausch zur Digitalisierungsstrategie MV mit Minister Dr. Heiko Geue

Ein Minister, ein voller Raum, eine Tagesordnung. Und dann der Moment, in dem die Agenda kurzerhand beiseitegelegt wurde, weil das Gespräch mit den Unternehmern wichtiger war als der nächste Programmpunkt. Genau so lief der Austausch zur neuen Digitalisierungsstrategie des Landes Mecklenburg-Vorpommern am 18. Juni im InnovationPort Wismar. Zu Gast: Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung, gemeinsam mit Hubert Ludwig, Geschäftsführer des DVZ MV. Vor Ort: Startups, Unternehmen, Netzwerkpartner und viele, die Digitalisierung in MV nicht nur beobachten, sondern mitgestalten wollen. Open Source first: ein Paradigmenwechsel Das Land setzt mit seiner neuen Strategie konsequent auf eine Open-Source-first-Ausrichtung: mehr Offenheit, mehr Beteiligung, mehr regionale Wertschöpfung. Was das konkret bedeuten kann, zeigte unter anderem das Praxisbeispiel des digitalen Bauantrags aus Nordwestmecklenburg. Digitalisierung nicht als Konzeptpapier, sondern als funktionierender Prozess. Doch die vielleicht wichtigste Botschaft des Nachmittags war eine andere: Die Strategie kommt nicht von oben. Der Bedarf kommt von unten. Nicht das Land, nicht die Digitalisierungszentren geben vor, wohin die Reise geht. Die Unternehmerinnen und Unternehmer tun es. Ihre Anforderungen, ihre Praxiserfahrung, ihre Probleme im Alltag sind der Kompass. Und genau deshalb wurde an diesem Nachmittag auch nicht stur das Programm abgespult: Als die Fragen und Impulse aus dem Raum kamen, bekamen sie den Platz, den sie verdienen. Austausch auf Augenhöhe, nicht als Floskel, sondern gelebt. Was hängen bleibt Und eine Frage nimmt der Raum bewusst mit nach Hause, weil sie an einem Nachmittag nicht abschließend zu beantworten ist: Wie kann Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und IT-Branche wirklich aussehen? Nicht auf der Folie, sondern im Projektalltag. Wie es weitergeht Das Beste an diesem Termin: Er war kein Einzeltermin. Mitreden statt mitleiden Digitalisierung in MV wird nicht in Strategiepapieren entschieden, sondern in Gesprächen wie diesem. Wer beim nächsten Mal dabei sein und eigene Impulse einbringen möchte: Der InnovationPort bietet regelmäßig Raum für genau diesen Austausch. Die Strategie steht. Die Player sind da. Jetzt wird gemacht.

Vom Why zum Warenkorb – HandsOn „eCommerce kompakt“ im InnovationPort Wismar

Header: Frank Melz im InnovationPort Wismar, im Hintergrund die Folie „Wie ist Deine Titelstory?“ U-förmig gestellte Tische, aufgeschlagene Notizbücher, vorne ein Mann mit schwarzer lakör-Cap, der fragt: „Wozu existiert deine Marke eigentlich?“** Genau dieser Moment – wenn Gründer:innen aufhören, an ihr Logo zu denken, und anfangen, an ihre Kundschaft zu denken – war das Herzstück unseres zweitägigen HandsOn „eCommerce kompakt” am 13. und 20. Mai 2026** im InnovationPort Wismar. Zwei Tage, ein klarer Faden: erst die Marke schärfen, dann den Shop bauen. Kein Theorie-Geplänkel, sondern Werkzeuge zum direkten Mitnehmen. Warum erst die Marke, dann der Shop? Frank Melz, CEO von Lakör, hat über 200 Shopify-Shops mit aufgebaut. Sein Befund: Die meisten scheitern nicht am Tool, sondern an der Marke dahinter. Genau deshalb hat dieser Workshop den eCommerce-Trichter umgedreht. Tag 1 ging an die Identität. Tag 2 an die Umsetzung im Shop. Dazwischen eine Woche Hausaufgaben, in der die Teilnehmenden ihr Markenfundament setzten. An Tag 2 stand zusätzlich Steffi Wulf mit auf der Bühne – Shopify-Trainerin bei Lakör. Tag 1: Wofür stehst du eigentlich? Frank Melz mit lakör-Cap im Gespräch mit Teilnehmenden, am Whiteboard das Dreieck der Gemeinsamkeiten Der erste Tag war Markenarbeit – nicht als Theorie, sondern als handfeste Übung. Drei Eckpfeiler: 1️⃣ Golden Circle – Warum gibt es deine Marke? Wie arbeitest du? Was machst du konkret? Der Aha-Moment für viele: Das Why hält, auch wenn das Produkt morgen ein anderes wäre. Wer sein Why nur erklären kann, solange er Kerzen oder Surfbretter verkauft, hat noch kein Why. 2️⃣ Feature vs. Benefit – Franks norddeutsche Übersetzung von „What’s in it for me?“ wurde zur stehenden Wendung des Tages: Butter bei die Fische. Ein Neoprenanzug hat 5 mm Material (Feature) – aber der Benefit ist: „Du frierst selbst in 3 Grad kaltem Wasser nicht.“ Niemand kauft Millimeter. 3️⃣ Markenversprechen – Ein einziger Satz, den deine Kundschaft immer, überall, ohne Ausnahme erwarten darf. Franks Test dafür ist gnadenlos: „Wenn dein Markenversprechen nicht durch deinen Golden Circle gedeckt ist, lügst du.“ Tag 2: Lovepoints – wenn ein Shop zum Erlebnis wird Tag 2 startete mit dem Kernkonzept des Tages: „Lovepoints sind die kleinen WOW-Momente in deinem Shop, die deine Besucher emotional abholen, noch bevor sie rational vergleichen.“ Frank und Steffi haben dafür eine einfache Pyramide aufgespannt: Useful (Shopify als Basis) → Useable (gute UX) → Delightful (Lovepoints, die zur Marke passen). Die meisten Shops kommen bis Stufe 2. Die wenigen, die es bis 3 schaffen, verkaufen besser – und länger. Dann eine Tour durch sieben Stationen einer Customer Journey, an denen man als Marke etwas richtig oder richtig falsch machen kann: Werbung, Cookie-Banner, Startseite, Kollektions- und Produktseite, Warenkorb, Paket. Mit echten Beispielen aus dem Web statt aus dem Lehrbuch – true fruits’ provokantes „Sag JA zu Plastik!“-Plakat, Scalable Capitals „Money-Küre ab 1 €”, das true-fruits-Paket mit der Aufschrift „Stecke mich nicht in den Backofen oder spiele mit mir Basketball. Warum solltest du auch, du Brombeersohn?“ Special Lovepoint: Die Produktseite Teilnehmer arbeitet mit der Tinker-App an einem KI-generierten Lifestyle-Produktbild Den größten Block bekam die Produktseite – laut Frank das Multitalent jedes Shops, das gleich sechs Jobs auf einmal erledigen muss: First Impression über Bilder, Copy, Kauf-Motivator, Cross-Sell, Vertrauensanker, Inspiration. Damit niemand sagen muss „Ich hab kein Fotostudio“, ging es danach direkt in ein Hands-on mit der KI-App Tinker: Handy zücken, Produkt im Raum suchen, fotografieren, in die App laden – fertig ist ein freigestelltes Studio-Bild oder ein Lifestyle-Foto. Aus einem schiefen Kaffee-Tisch-Foto wurde in fünf Minuten ein verkaufsfähiges Bild. Auch bei Produktbeschreibungen wurde es direkt praktisch. Eine Lavendelkerze ist eben nicht „schöne, hochwertige Duftkerze, brennt lange“ – sondern „handgegossen mit 100 % Sojawachs, über 35 Stunden Brenndauer, ganz ohne künstliche Zusätze – verwandelt dein Wohnzimmer in eine Auszeit-Oase.“ Same product, anderes Versprechen. Was die Teilnehmenden mitgenommen haben Am Ende des zweiten Tages hatte jeder im Raum etwas Greifbares in der Hand: ein schlüssiges Markenfundament, eine präzise Angebotsformel, mindestens einen eigenen Lovepoint, erste KI-generierte Produktbilder und ein konkretes Verständnis davon, was eine Produktseite leisten muss. Was vorher als „Ich müsste mal irgendwann einen Shop bauen“ auf der To-do-Liste stand, ist nach diesen zwei Tagen ein realer Plan mit Reihenfolge. Frank gibt die Latte am Ende konkret rein: „In 8 bis 12 Wochen könntest du schon erste Produkte verkauft haben.“ Wie geht’s weiter? Die HandsOn-Reihe geht weiter. Im Block 3 (September/Oktober 2026) stehen die nächsten Termine an – zu Markenarbeit, Sichtbarkeit, KI-Tools und Geschäftsmodellentwicklung. 👉 Alle kommenden Termine: innovation-port.com/events Wer mit Lakör selbst an seinem Shop bauen will, findet Coaching-Formate und kostenlosen Content (Stichwort scott-e) unter lakör.de. Marke vor Shop. Erst die Substanz, dann die Pixel. Genau das macht den Unterschied zwischen einem Shop, an dem man vorbeiklickt – und einem, in den Kunden sich verlieben. Der HandsOn „eCommerce kompakt“ fand am 13. und 20. Mai 2026 im InnovationPort Wismar statt. Speaker: Frank Melz (CEO Lakör) und Steffi Wulf (Shopify-Trainerin Lakör). Fotos: InnovationPort Wismar. Downloads

Klarheit statt Kanal-Chaos – Rückblick auf den Sichtbarkeits-Workshop im InnovationPort Wismar

Volle Tische, aufgeschlagene Notizbücher, ehrliche Fragen – und ein gemeinsames Ziel: endlich Klarheit in die eigene Online-Sichtbarkeit bringen. Im InnovationPort Wismar trafen sich Startups, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Gründungsinteressierte zu einem intensiven Workshop rund um Positionierung, Angebotsklarheit und digitale Kanäle. Der Anspruch: weniger Aktionismus, mehr Strategie. Weniger Tools, mehr Entscheidungen. Warum dieser Workshop anders war Viele Selbstständige und Gründer kennen das Problem: Instagram, LinkedIn, Website, Newsletter, Ads, SEO, Podcast, YouTube –viel Aktivität, aber wenig Fokus. Der Workshop setzte genau hier an. Statt über Content-Pläne und Trends zu sprechen, ging es um die entscheidenden Grundlagen: Das Ziel war klar:👉 Mit maximal zwei klaren Entscheidungen nach Hause gehen. Zielgruppe, Angebot, Kanal, Anker – die vier Hebel Im Laufe des Tages arbeiteten die Teilnehmenden systematisch an vier zentralen Bausteinen: 1️⃣ Zielgruppe schärfen Wer für alle da ist, verkauft an niemanden.Gemeinsam wurden konkrete Bedürfnisse, Ängste und Wünsche der eigenen Zielgruppe herausgearbeitet – nicht oberflächlich, sondern substanziell. 2️⃣ Angebotsformel entwickeln „Ich helfe [Zielgruppe], Ergebnis X in Zeitraum Z zu erreichen – ohne Problem P.“Diese Klarheit verändert nicht nur Marketingtexte, sondern die gesamte Kommunikation. 3️⃣ Kanal bewusst wählen Paid oder organisch?Zeit oder Geld?Ein klares Signal schlägt viele halbe. Der Fokus auf einen funktionierenden Weg stand im Mittelpunkt. 4️⃣ Anker definieren & Website strukturieren Mit Paper-Prototyping wurde die eigene Startseite skizziert:Hook, Problem, Angebot, Call-to-Action.Kein Design-Spielplatz, sondern ein strategischer Entscheidungsort. Am zweiten Workshoptag ging es weiter mit: Das Ergebnis: Aufgeräumte Köpfe & umsetzbare Pläne Am Ende stand kein 40-seitiges Strategiepapier, sondern etwas Wertvolleres: Genau das macht den Unterschied zwischen „Ich müsste mal…“ und „Ich setze um.“ Innovation beginnt mit Klarheit Der Workshop hat einmal mehr gezeigt, was den InnovationPort Wismar ausmacht: Hier treffen Gründung, Unternehmertum und Innovationsgeist auf konkrete Unterstützung. Lust auf mehr? Ob Sichtbarkeit, Geschäftsmodellentwicklung, E-Commerce oder digitale Strategien – der InnovationPort bietet regelmäßig kostenfreie Workshops, Beratungen und Netzwerkformate für Startups, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie alle, die es werden wollen. Wenn du: dann lohnt sich ein Blick auf die kommenden Veranstaltungen. Innovation passiert nicht zufällig.Sie entsteht dort, wo Menschen Klarheit gewinnen und ins Handeln kommen. Der nächste Schritt könnte deiner sein.

Fly & Surv im InnovationPort: Ein inspirierender Auftakt für die Community 2026 

Mit unserem ersten Fly & Surv in diesem Jahr ist der InnovationPort Wismar gemeinsam mit seiner Community kraftvoll ins neue Jahr gestartet. Das Format steht für offenen Austausch, frische Ideen und echte Begegnungen – und genau das war an diesem Abend deutlich spürbar.  Im Mittelpunkt stand ein besonderer Gast: Lisa Haus, seit Kurzem Hauptgeschäftsführerin der IHK zu Schwerin, die wir als Podiumsgast begrüßen durften.   Neue Perspektiven für Wirtschaft und Gründungen  In einem über einstündigen Gespräch ging es um viele Facetten: um den persönlichen Werdegang von Lisa Haus, ihre Erfahrungen aus ihrer bisherigen Arbeit und ihre ersten Eindrücke in Mecklenburg-Vorpommern. Lisa Haus bringt mehr als zwölf Jahre Erfahrung aus der IHK-Welt mit und war zuvor stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Rheinhessen. Als Bildungswissenschaftlerin verbindet sie strategisches Denken, Interessenvertretung und den Blick auf Zukunftsthemen der Wirtschaft.   Das Gespräch war geprägt von Offenheit, gegenseitiger Wertschätzung und einem klaren Blick nach vorn. Schnell wurde deutlich:  Viele Herausforderungen für Unternehmen und Gründende sind bekannt – doch ebenso groß ist der gemeinsame Wille, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.  Ein zentraler Punkt: Unternehmertum braucht nicht nur gute Förderprogramme oder politische Rahmenbedingungen. Es braucht vor allem Orte der Begegnung.  Räume, in denen Menschen sich treffen. Formate, die Austausch ermöglichen. Moderation, die Perspektiven zusammenbringt.  Genau dafür steht der InnovationPort – und genau das wurde an diesem Abend intensiv genutzt.  Flächenland mit kurzen Wegen  Besonders spannend war auch der Blick von außen.  Lisa Haus kommt aus Rheinhessen und konnte daher einen frischen Vergleich zwischen Regionen ziehen. Dabei fiel ein Satz, der vielen im Raum im Gedächtnis bleiben wird:  „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland mit weiten Flächen – aber kurzen Wegen.“  Ein treffendes Bild für das, was viele hier täglich erleben: Man kennt sich, man findet schnell zueinander – und wenn Menschen miteinander sprechen, entstehen Lösungen.  Sichtbarkeit für den Standort  Ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch den Abend:  Mecklenburg-Vorpommern verfügt über viele starke Unternehmen, spannende Innovationen und engagierte Gründerinnen und Gründer.  Doch diese Geschichten müssen noch sichtbarer erzählt werden – regional, national und international.  Denn nur wenn wir zeigen, was hier entsteht, können wir auch Fachkräfte gewinnen, Kooperationen anstoßen und neue Ideen anziehen.  Zwei Pitches, die begeisterten  Natürlich gehörte auch die PitchBühne wieder zum Abend – ein fester Bestandteil des Fly & Surv Formats.   Zwei Projekte stellten ihre Ideen vor:  Anja Rühlemann präsentierte ihr entstehendes Angebot für Unternehmen, das sich mit Mitarbeiterzufriedenheit und emotionaler Begleitung im Arbeitskontext beschäftigt. Ziel ist es, frühzeitig Entwicklungen wie innere Kündigung zu erkennen und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Teams langfristig zu stärken. Mehr Informationen: www.puls-der-seele.de  Außerdem stand Mathis Schreier erneut auf unserer PitchBühne – mit seiner Idee für nachhaltige Zelte.  Die Begeisterung im Raum war spürbar: zahlreiche Fragen, Ideen und Empfehlungen aus der Community zeigten, wie wertvoll diese gemeinsame Denkarbeit ist.  Wir sind sicher: Von dieser Idee werden wir noch mehr hören.  Wenn Community wächst  Neben Podium und Pitches war eines besonders schön zu beobachten:  Die Community wächst zusammen.  Gründerinnen und Gründer, Unternehmerinnen und Unternehmer, technikaffine Nerds, Kreative und Menschen aus Wissenschaft und Institutionen kamen miteinander ins Gespräch.  Genau diese Mischung macht das Format so besonders.  Einladung an alle, die etwas bewegen wollen  Ob Unternehmer:in, Gründer:in oder jemand mit einer Idee – die Türen des InnovationPorts stehen offen.  Wer unternehmerisch denkt, Kooperationen sucht oder mit Wissenschaft zusammenarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen, die Angebote der IHK zu Schwerin und des InnovationPorts zu nutzen.  Gemeinsam entstehen hier Räume für Austausch, Inspiration und Umsetzung.  Das nächste Fly & Surv kommt  Weiter geht es am 24. Juni.  Dann verwandelt sich der InnovationPort in eine besondere Sommerlocation: Das nächste Fly & Surv wird unser Sommerfest – mit neuen Impulsen, Überraschungen und natürlich viel Raum für Austausch.  Wir freuen uns schon jetzt auf euch.

Wissenschaft trifft Wirtschaft 2026 

3. Fachkonferenz im InnovationPort: Wenn aus Begegnung Kooperation wird  Was passiert, wenn Wissenschaftler:innen, Unternehmer:innen, Netzwerke und Förderakteure nicht nebeneinandersitzen, sondern miteinander arbeiten?  Zum Video von Wismar TV Dann entstehen Ideen mit Umsetzungskraft. Dann entstehen Partnerschaften. Dann entsteht Innovation, die wirkt.  Am 24. Februar 2026 fand die 3. Fachkonferenz „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ im InnovationPort statt. Das Event wurde in Kooperation mit der Hochschule Wismar, der IHK zu Schwerin und dem Open Factory Campus organisiert.    Über 80 Teilnehmende, zehn kompakte Pitches à acht Minuten, intensive Austauschphasen und eine spürbare Aufbruchsstimmung prägten den Tag.  Bereits in der offiziellen Eröffnung wurde deutlich, worum es geht: angewandte Forschung, unternehmerische Praxis und strategische Förderperspektiven zusammenzuführen.  Offizielle Eröffnung – Wissenschaft, Wirtschaft und Land im Dialog  Prof. Dr. Daniela Schwerdt, Prorektorin der Hochschule Wismar, ordnete die Konferenz in die strategische Entwicklung der Hochschule als Transferhochschule ein. Ihr Beitrag unterstrich die Rolle der Hochschule als starke Partnerin für Wirtschaft, Region und Innovation.   Ronny Freitag, Vizepräsident der IHK zu Schwerin, brachte die Perspektive der Wirtschaft ein: Fachkräftesicherung, Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands und die konkrete Erwartungshaltung an Kooperationen mit Hochschulen.   Ralf Svoboda vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern eröffnete den strategischen Blick auf Innovationspolitik und Förderlandschaft im Land   Sein Impuls machte deutlich: Technologie- und Innovationsförderung bleibt ein zentrales Zukunftsthema – mit positiven Entwicklungsperspektiven.  Pitch-Block I  Mensch · Gesundheit · Alltagstechnologien  Prof. Dr. Volker Grienitz, Professor für Informationsmanagement – Digitalisierung und Gesellschaft, Wirtschaftsinformatik, Fakultät Wirtschaft, Institut für Angewandte Medizintechnik, Hochschule Wismar  Digitalisierung und Automatisierung der Pflege im ländlichen Raum  Im PflegeLab werden digitale Pflegekonzepte in einem realen Reallabor und virtuellen Pflegeheim erprobt: Sensorik, KI, AR/VR und Robotik werden zu skalierbaren, datensicheren und marktfähigen Lösungen integriert. Der Fokus liegt klar auf Transfer – von der Forschung in konkrete Produkte und Geschäftsmodelle im Gesundheitssektor.  Prof. Dr. Olaf Simanski, Professor, Institut für Angewandte Medizintechnik, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Hochschule Wismar  Intelligente Sensorsysteme im Alltag Kontaktlose Vitaldatenerfassung, kamerabasierte Sturz- und Ganganalyse: Medizintechnik wird unsichtbar und zugleich intelligenter. Die vorgestellten Systeme eröffnen neue Anwendungsfelder im Bereich Ambient Assisted Living und stationärer Pflege – mit großem Potenzial für Pilotprojekte und Kooperationen.  Herwig Fölster, radigile.net Unternehmensberater/Prozessdigitalisierung und Team Performance Coaching Innovation und Problemlösung in Stunden statt Wochen  Mit einem vollständig digitalisierten Design-Thinking-Prozess und KI-Coach werden Ideen nicht nur dokumentiert, sondern direkt in automatisierbare Prozessmodelle überführt. Ergebnis: drastisch verkürzte Innovationszyklen, gesichertes Prozesswissen und konkrete Pilotprojekte mit wissenschaftlicher Begleitung.  Sylvio Brauns, Ausbilder Fachbereich Farbe und Gestaltung, Digitale und hybride Lehrformate, Handwerkskammer Schwerin, Digitalisierungsbotschafter  CraftCoach & CraftLab – Bildung neu denken Mit dem CraftCoach-Konzept und dem CraftLab – dem ersten Innovationsraum einer Handwerkskammer – entsteht ein bundesweit beachtetes Modell für praxisnahe, digitale und hybride Ausbildung. Ziel ist es, Lernprozesse adaptiv, selbststeuernd und zukunftsorientiert zu gestalten – ein starker Impuls für Fachkräftesicherung und Bildungsinnovation.  Pitch-Block II  Nachhaltigkeit · Ressourcen · Bau · Kreisläufe  Prof. Martin Wollensak, Professor, Hochschule Wismar Fakultät Gestaltung, Fachbereich Architektur, nachhaltiges Bauen, Bauen im Bestand   Zukunft Planen und Bauen: nachhaltig. zirkulär. digital.  Ob „Allianz für Nachhaltiges Bauen MV“, „FutureBalticBauhaus“ oder „Mittelstand-Digital Zentrum Rostock“ – der Beitrag zeigte, wie Bauwirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam neue Standards entwickeln. Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung werden hier strategisch verbunden.  Mathis Schreier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Design (Produktdesign / Schmuckdesign), Hochschule Wismar   Domestizierung des temporären Wohnens  Ein modulares, aufblasbares Zeltsystem als nachhaltige Alternative zu Einweg-Festivalzelten. Das Projekt denkt temporäre Infrastruktur neu – ressourcenschonend, gemeinschaftlich und mit Potenzial für neue Geschäftsmodelle in Event- und Mobilitätsbranchen.  Prof. Dr. Ramona Hülsmann, Hochschule Wismar Fakultät Ingenieurwissenschaften, Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik Berufungsgebiet: Verfahrenstechnik, Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung   Reststoffe als Ressource  Reststoffe werden als Rohstoffe der Zukunft gedacht. Der Beitrag skizzierte interdisziplinäre Forschungsansätze zur Umwandlung schwer handhabbarer Reststoffe in nutzbare Materialien – mit Blick auf Klimaschutz, Ressourceneffizienz und zukünftige Drittmittelprojekte.  Dr. Stefan Klebingat, Hochschule Stralsund, Institut für Erneuerbare Energiesysteme (IRES)   OrgWaste2Fuel – Biomethan & Biomethanol aus organischen Reststoffen  Das grenzüberschreitende Projekt in der Euroregion Pomerania zeigt, wie aus Ernteresten und Grünabfällen klimafreundliche Kraftstoffe entstehen. Mit Toolkit und Leitfaden wird der Transfer in Kommunen und Unternehmen praxisnah unterstützt.  Pitch-Block III  Resilienz · Netzwerke · Umsetzung  Svenja Mischur, APT GmbH i. Gr. – Schulungs- und Kompetenzzentrum für Incident Management & Cyberresilienz   Cyberresilienz im Mittelstand  Incident Management wird als lernendes, strategisches System gedacht – jenseits reiner Compliance. Der Beitrag verband regulatorische Anforderungen mit praxisnahen Modellen und eröffnete neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Hochschule.  Prof. Dr. Tassilo-Maria Schimmelpfennig, Professor für Fertigungseinrichtungen & Qualitätsmanagement, Hochschule Wismar, Produktionstechnologie-Institut WAVE gGmbH   Aktiv Innovationen gestalten  Regionale und internationale Netzwerke sowie Analyseinstrumente werden gezielt genutzt, um neue F&E-Projekte zu generieren. Besonders produzierende mittelständische Unternehmen profitieren von strukturierter Innovationsbegleitung.  Abschlussimpuls  Andreas Schmidt, Agentur für Technologietransfer und Innovationsförderung GmbH, ATI-GmbH   Von der Idee zum geförderten Projekt  Zum Abschluss führte Andreas Schmidt durch den Lebenszyklus eines Innovationsprojekts – von der ersten Idee bis zum Förderbescheid. Verständlich, praxisnah und mit Blick auf typische Stolpersteine im Förderprozess.  Der Motor hinter dem Format  Das Format war bewusst kompakt: Acht Minuten pro Pitch. Klare Problemstellung. Konkrete Methoden. Und am Ende der zentrale Appell: Wofür suche ich Partner?  Genau hier liegt die Stärke von „Wissenschaft trifft Wirtschaft“.  Innovation entsteht nicht allein im Labor. Nicht allein im Unternehmen. Und nicht allein durch Förderprogramme.  Innovation entsteht, wenn drei Perspektiven zusammenkommen:  Der InnovationPort ist der Ort, an dem dieses Zusammenspiel orchestriert wird.  Fazit: Kontakte, Kooperationen, konkrete Perspektiven  Viele Teilnehmende verließen die Konferenz mit mindestens drei neuen relevanten Kontakten. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen: Aus diesen Gesprächen entstehen echte Projekte und tragfähige Partnerschaften.  Die 3. Fachkonferenz hat erneut bewiesen: Persönliche Begegnung bleibt – gerade in digitalen Zeiten – der Schlüssel für nachhaltige Innovationsprozesse.  Wir freuen uns darauf, die nächsten Erfolgsgeschichten zu begleiten.  Doreen Heydenbluth-Peters, Standortleiterin InnovationPort Wismar  Foto Galerie

Finanzierung und Förderung für Gründungen

Am 19.11.2025 fand im InnovationPort Wismar ein Gründungsworkshop unter Beteiligung der IHK zu Schwerin, des DIZ Rostock, der RSI Hochschule Wismar, der WEMAG sowie der GSA statt. Gründungsinteressierte konnten hier einen umfassenden Einblick gewinnen in Fördermöglichkeiten, Finanzierungswege und die ersten Schritte der Unternehmensgründung. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Clemens Grapentin vom InnovationPort Wismar. In einer praxisnahen und offenen Atmosphäre erhielten die Teilnehmenden wertvolle Hinweise und konkrete Empfehlungen von Expertinnen und Experten aus der Region. Der Vormittag bot zudem viel Raum für Austausch und individuelle Fragen. Die Referent/innen waren: Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein gut vernetztes regionales Unterstützungsangebot für den Start in die Selbstständigkeit ist. Alle Referentinnen und Referenten machten deutlich, dass Gründerinnen und Gründer in Mecklenburg-Vorpommern auf starke Partner zählen können. Wir danken allen Beteiligten und freuen uns auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Reihe. Ihre GSA Sie wollen mehr über die Fördermöglichkeiten der GSA erfahren?  Unter unserer zentralen Telefonnummer +49 385 55775-510 beraten wir Sie gern zu den Förderangeboten der GSA.

Jahresrückblick 2025

Innovation Port – gemeinsam Zukunft gestalten Ein intensives, bewegtes und zugleich sehr erfüllendes Jahr liegt hinter uns.Der Innovation Port war auch 2025 ein offener Raum für Austausch, Lernen und gemeinsames Gestalten – für Menschen, Teams, Organisationen und Ideen aus Stadt, Land, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Begleiten, befähigen, umsetzen In Sprechstunden, individuellen Coachings und der Projektbegleitung haben wir Teams aus Gemeinden, Kommunen, sowie unseren regionalen Unternehmen unterstützt.Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der digitalen Transformation: neue Tools, neue Führungs- und Arbeitskulturen, strukturierte und agile Arbeitsweisen, veränderte Teamdynamiken sowie neue Abstimmungs- und Entwicklungsprozesse. Unser Anspruch dabei: klar, praxisnah und immer gemeinsam mit den Menschen, die Veränderung konkret gestalten. Innovation als kontinuierlichen Prozess verstehen In unseren Megatrends-Workshops und im Future-Management haben wir gemeinsam mit Teams daran gearbeitet, Innovation dauerhaft in den Arbeitsalltag zu integrieren.Innovation verläuft nicht linear. Sie lebt vom Wechsel zwischen Ideen entwickeln, ausprobieren, testen, weiterentwickeln, wachsen – und auch dem bewussten Wahrnehmen von Stagnation, aus der Neues entstehen kann. Gerade diese experimentelle Phase kommt im Alltag oft zu kurz, weil operative Anforderungen dominieren. Hier setzen wir an: mit Arbeitsweisen und Instrumenten, die Raum schaffen für Reflexion, Erneuerung und mutiges Weiterdenken. Gründungen begleiten – Community stärken Auch in diesem Jahr haben wir zahlreiche Gründungsteams intensiv begleitet – fachlich, strategisch und operativ. Viele Teams sind über erste Prototypen hinausgewachsen und haben ihre Vorhaben weiter geschärft und professionalisiert. Ein besonderer Dank gilt Cora und Clemens, die im Gründungsmanagement mit großer fachlicher Tiefe, Klarheit und Engagement gearbeitet haben. In unseren Buddy-Treffen unterstützen sich die Teams gegenseitig, teilen Erfahrungen und lernen voneinander. So wächst unsere Community stetig – getragen von Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung. Lernen aus der Praxis – Hands-on-Formate Ergänzt wird unsere Arbeit durch regelmäßige Hands-on-Workshops und Seminare, die wir gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis umsetzen.Hier werden unterschiedlichste Themen konkret, verständlich und direkt anwendbar vermittelt – Lernen, das wirkt und im Arbeitsalltag ankommt. Digitale Kompetenz gemeinsam weiterentwickeln Aus wiederkehrenden Fragestellungen in unseren Sprechstunden sind neue Formate entstanden: Diese Formate werden maßgeblich von unseren IT-Profis Cedric und Mirko geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Sie stehen exemplarisch für das, was den Innovation Port ausmacht: Expertise teilen, Wissen öffnen, gemeinsam weiterdenken. Regionale Highlights und starke Netzwerke Zwei regionale Innovationskonferenzen waren erneut besondere Höhepunkte: Ein weiteres Highlight war der dreitägige MAKEathon zur Informationslogistik in Wismar. Hier sind erste belastbare Erkenntnisse und überraschend weit entwickelte Lösungsansätze entstanden. 2026 werden wir diese gemeinsam mit unseren Stakeholdern weiter diskutieren und in die Umsetzung bringen. Strategisch begleitet Ein besonderer Dank gilt unserem Beirat, der uns bei strategischen Fragen, Weichenstellungen und Perspektivwechseln stets klug, kritisch und konstruktiv zur Seite steht. Diese kontinuierliche Begleitung ist ein wichtiger Anker für unsere Arbeit – und gibt uns Rückenwind für neue Wege. Blick nach vorn Mit unserer Lotsin Antje werden wir künftig auch den ländlichen Raum noch stärker erschließen und begleiten.Gleichzeitig bleiben wir eng vernetzt im Digitalen MV und mit unserer Family Digitales MV – über regionale Grenzen hinaus. Über 3.000 Teilnehmende haben in diesem Jahr unsere Angebote genutzt. Viele konnten bei uns Orientierung finden, neue Perspektiven entwickeln oder den Mut fassen, Dinge anders zu denken und zu machen. Wir sagen Danke – für Vertrauen, Offenheit und Zusammenarbeit.Mit Haltung, Neugier und einer guten Portion Gelassenheit blicken wir nach vorn. Unser Jahr in Bildern Wem Worte allein nicht reichen:👉 Unser Jahresrückblick als Film zeigt Eindrücke, Begegnungen und Momente dieses Jahres. Wir freuen uns auf 2026.Und darauf, gemeinsam weiter Zukunft zu gestalten. Beitrag für digitales MV Jahresrückblick 2025 Digitales MV – Innovation gemeinsam gestalten 2025 war ein Jahr der Bewegung, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Lernens.Im Digitalen MV haben wir Innovation nicht isoliert gedacht, sondern als vernetztes Zusammenspiel von Menschen, Organisationen, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft. Einer der zentralen Orte dieses Wirkens war das Digitale Innovationszentrum Wismar, der InnovationPort. Räume für Umsetzung und Orientierung Das Digitale Innovationszentrum Wismar war auch in diesem Jahr ein offener Anlaufpunkt für digitale Fragestellungen. In Sprechstunden, Coachings und der Projektbegleitung wurden Teams aus Kommunen, Unternehmen und Institutionen dabei unterstützt, digitale Herausforderungen strukturiert anzugehen – von neuen Arbeits- und Führungsmodellen bis hin zu agilen Prozessen und zeitgemäßen Formen der Zusammenarbeit. Dabei ging es nicht um schnelle Lösungen, sondern um tragfähige Wege in einem zunehmend komplexen digitalen Alltag. Innovation als kontinuierlicher Prozess In Workshops zu Megatrends und im Future-Management wurde deutlich: Innovation ist kein Projekt mit Enddatum. Sie lebt vom stetigen Wechsel zwischen Ideen entwickeln, ausprobieren, testen, weiterentwickeln und erneuern.Gerade im Spannungsfeld zwischen Tagesgeschäft und Zukunftsfragen braucht es Formate, die diesen Prozess bewusst ermöglichen. Das Digitale Innovationszentrum Wismar schafft hierfür Räume, Methoden und Strukturen – praxisnah und anschlussfähig für den Arbeitsalltag. Gründungen, Community und gegenseitige Unterstützung Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begleitung von Gründungsteams. Viele Vorhaben konnten weiterentwickelt, geschärft und professionalisiert werden.Ergänzt wurde dies durch Community-Formate, in denen sich Teams gegenseitig unterstützen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen. So entsteht ein wachsendes Netzwerk, das Innovation gemeinsam trägt. Lernen aus der Praxis Regelmäßige Hands-on-Workshops und Seminare mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis machten digitale Themen greifbar und anwendbar.Zusätzlich wurden offene Formate etabliert, die den Austausch zu konkreten technischen Fragestellungen fördern und den schnellen Wandel der digitalen Welt gemeinsam einordnen. Regionale Highlights mit überregionaler Strahlkraft Zu den Höhepunkten des Jahres zählten zwei regionale Innovationskonferenzen, die Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammenbrachten.Besondere Aufmerksamkeit erhielt zudem die Innovationskonferenz im Themenfeld Luft- und Raumfahrt, die die Arbeit im ESA BIC Northern Germany sichtbar machte und Perspektiven für weitere Förderungen eröffnete. Ein weiteres Highlight war der dreitägige MAKEathon zur Informationslogistik in Wismar, bei dem in kurzer Zeit überraschend weit entwickelte Lösungsansätze entstanden sind. Diese Ergebnisse werden 2026 gemeinsam mit relevanten Stakeholdern weiter diskutiert und vertieft. Strategisch verankert, regional vernetzt Begleitet wird die Arbeit des Digitalen Innovationszentrums Wismar durch einen regionalen Beirat, der strategische Perspektiven einbringt, Impulse setzt und zur Weiterentwicklung des Standortes beiträgt. Ein starkes Jahr – ein gemeinsamer Ausblick Über 3.000 Teilnehmende haben 2025 Angebote des Digitalen Innovationszentrums Wismar genutzt. Viele fanden hier Orientierung, neue Perspektiven oder den Mut, digitale Veränderung aktiv anzugehen. Das Digitale MV dankt allen Beteiligten für Vertrauen, Engagement und Zusammenarbeit.Mit Neugier, Vernetzung

Zukunft der Innenstadt: Wismar setzt auf smartes Informationsmanagement

Wie schaffen wir eine schlaue Informationslogistik für unsere Hansestadt? In einer Zeit von MultiChannels, personalisierten Algorithmen und einer überbordenden Informationsflut ist es längst nicht mehr sicher, dass städtische Informationen dort ankommen, wo sie sollen: bei unseren Bürger:innen. Der Bedarf ist groß – und genau deshalb haben wir uns bewusst gegen einen klassischen Hackathon entschieden und für ein Format, das tiefer geht. Vier Gruppen, ein Ziel: Zielgruppen wirklich verstehen Beim MAKEATHON 2025 haben wir uns intensiv in die Bedürfnisse der Menschen hineingearbeitet, die Informationen geben – und derjenigen, die Informationen benötigen. Hierfür haben wir vier Gruppen gebildet, die jeweils eine klar definierte Nutzergruppe in den Fokus nahmen: Besonders spannend:Die IT-Gruppe verstand sich als übergeordnete Klammer, die sich während des gesamten Prozesses eng mit allen Teams austauschte. So entstanden tiefe Bedarfsanalysen und Lösungsansätze, die nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern aus der Realität der Menschen heraus gedacht wurden. Impulsstark gestartet – mutig präsentiert Der MAKEATHON 2025 startete mit starken Impulsen und fundiertem Fachinput.Ein herzliches Dankeschön an: Sie alle haben eindrucksvoll aufgezeigt, wie moderne IT-Lösungen entwickelt werden können. Drei Tage lang arbeiteten die Teams intensiv und wurden durch unsere InnovationPort-Crew fachlich, didaktisch und methodisch eng begleitet. Damit wurde der MAKERTORN gleichzeitig auch zu einer Fortbildung im modernen Innovationsmanagement – inklusive Design Thinking, agilen Methoden und kreativer Tools. Das große Finale: Anders denken, anders aussehen Am Freitag stand das Finale an – und wir wollten bewusst anders sein.Nicht, weil Karneval war.Sondern weil Mut manchmal bedeutet: Die Teams haben diesen Spirit aufgenommen und Präsentationen geschaffen, die weit über PowerPoint hinausgehen:energetisch, mutig, kreativ, voller Input und Herzblut. Und die Jury?Begeistert.Fast schon Standing Ovations. Warum?Weil es nicht darum ging, wer gewinnt – sondern was wir gemeinsam gewinnen.Beim MAKERTORN gibt es keine Plätze 1–2–3.Es gibt Erkenntnisse, Wertschätzung und Applaus für alle. Danke – und wie es weitergeht Ein großes Dankeschön geht an unsere Praxispartner, Expert:innen und die Jury, die diese drei Tage begleitet und unterstützt haben. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere strategische Arbeit ein.Es wird eine Arbeitsgruppe geben.Und wir bleiben dran – im Maschinenraum, mit Mut, Kreativität und dem festen Willen, die Informationslogistik in Wismar weiterzudenken. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Ein ausführlicher Rückblick folgt in Kürze. Bis dahin, sieh` Dir die Bilder der 3 Tage an. Galerie

Rückblick – Regionalkonferenz 2025 Gemeinsam Impulse aus MV für Luft- und Raumfahrt – Perspektiven eröffnen & gestalten

Zukunft entsteht durch Zusammenarbeit – dieses Motto war auf der Regionalkonferenz 2025 in Wismar nicht nur ein Leitgedanke, sondern wurde auf allen Ebenen spürbar. Forscher:innen, Unternehmensvertreter:innen, Gründer:innen, Studierende und Entscheidungstragende aus der Politik kamen zusammen, um sich über aktuelle technologische Entwicklungen, konkrete Innovationsprojekte und gemeinsame Perspektiven in der Luft- und Raumfahrtbranche in Mecklenburg-Vorpommern auszutauschen. Die Veranstaltung bot nicht nur spannende Vorträge und Panels, sondern ermöglichte durch interaktive Technologiedemonstrationen und gezielte Netzwerkformate einen besonders praxisnahen Zugang zu Zukunftsthemen. Begrüßung und Eröffnung Der offizielle Start der Konferenz erfolgte durch Prof. Dr. Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule Wismar. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung universitärer Forschung für die Innovationsentwicklung in der Region hervor. Daran anschließend übermittelte Eva-Maria Flick vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV ein Grußwort der Landesregierung. Sie betonte den hohen Stellenwert von Technologie- und Fachkräfteförderung für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns und lobte die Hochschule Wismar als Leuchtturm für angewandte Wissenschaften. Ein Jahr ESA BIC MV: Status, Wirkung und Perspektiven Im ersten Podium unter dem Titel „Ein Jahr ESA BIC in MV – Rückblick & Ausblick“ reflektierten Dr. Dorothee Wetzig (IHK zu Schwerin), Holger Oelze (ZARM Technik AG / AVIASPACE Bremen) und Dominik Paa (ESA BIC Koordinator für Norddeutschland) die Rolle des ESA Business Incubation Centre. Die Diskussion unter Moderation von Doreen Heydenbluth-Peters zeigte eindrucksvoll, wie das Programm Start-ups im Bereich Raumfahrttechnologie gezielt unterstützt, vernetzt und beschleunigt. Besonders hervorgehoben wurden konkrete Gründungsbeispiele aus der Region sowie die langfristige strategische Bedeutung des ESA BIC MV für die wirtschaftliche Entwicklung. Panel 1: Technologischer Fortschritt aus Forschung und Praxis Das erste Fachpanel lieferte faszinierende Einblicke in aktuelle Innovationsprojekte: FERCHAU GmbH präsentierte mit der „LiquiDrone“ eine auf flüssigem Wasserstoff basierende Drohne, die mit einer beeindruckenden Flugzeit von zehn Stunden neue Einsatzmöglichkeiten in Zivilluftfahrt und Infrastrukturüberwachung erschließt. Orbit Recycling stellte seine Forschung zur Wiederverwertung von Weltraumschrott für den Aufbau von Infrastruktur auf dem Mond vor und gab Einblick in die eigene Regolith-Testanlage in Rostock-Laage. Prof. Dr. Schimmelpfennig von der Hochschule Wismar führte in die Arbeit des ProTecWAVE Forschungszentrums ein, das sich auf Hightech-Verfahren zur Präzisionsbearbeitung spezialisiert hat. NEW AIM3D demonstrierte anhand industrieller Anwendungsbeispiele, wie granulatbasierter 3D-Druck die Herstellungskosten von Raumfahrtkomponenten drastisch senken kann. Mittagspause mit Networking, Ausstellungen und VR-Erlebnis Die Mittagspause war mehr als nur ein kulinarisches Intermezzo. Sie wurde zur aktiven Austauschplattform: Forschende diskutierten mit Start-ups, Gründer:innen vernetzten sich mit potenziellen Partnern und Studierende kamen mit künftigen Arbeitgebern ins Gespräch. Besonders aufmerksamkeitsstark war das omnidirektionale Laufband von Xelerate VR, das nicht nur ausgestellt, sondern auch direkt ausprobiert werden konnte. Das immersive Erlebnis faszinierte und wurde zum Gesprächsthema unter Technikaffinen. Panel 2: Start-up-Präsentationen aus dem ESA BIC MV Im zweiten Fachblock standen junge Unternehmen und ihre Innovationen im Mittelpunkt: elementarhy GmbH arbeitet an einer revolutionären Wasserstofftechnologie mit speziellen MEAs (Membran-Elektroden-Einheiten), die besonders leicht, langlebig und ressourcenschonend sind. Erste Tests erfolgten sogar unter Mikrogravitation. JDS GmbH stellte ihre hochresiliente GNSS-Messstation vor, die gegen Spoofing und Jamming immunisiert ist und z. B. in Häfen und kritischer Infrastruktur Anwendung finden kann. Xelerate VR überzeugte nicht nur mit einem Pitch, sondern ermöglichte gleich vor Ort ein aktives Erlebnis ihrer Trainingsplattform auf Basis eines omnidirektionalen Laufbands. PurgeFlow präsentierte ein automatisiertes Formiergassystem, das besonders bei der Verarbeitung von Titan und Aluminium perfekte Schweißnähte ermöglicht – essenziell für den Einsatz in Luft- und Raumfahrt. Coher Sense UG beeindruckte mit kompakten optischen Sensoren zur Laserüberwachung in Quantencomputern, die hochpräzise und skalierbar sind. Xelerate VR live erleben: Technik, die bewegt Ein absolutes Highlight des Tages war die Technologie von Xelerate VR. Das VR-Laufband ermöglichte eine intuitive Bewegungserfassung in virtuellen Räumen und war sowohl für Gaming als auch für sicherheitskritische Trainingsszenarien (z. B. Feuerwehr, Polizei, Astronauten) von Interesse. Besucher:innen konnten sich vor Ort direkt davon überzeugen, wie immersiv und realitätsnah sich künftige Simulationen gestalten lassen. Diese Technologie wurde nicht nur als Erlebnis, sondern auch als wertvolle Zukunftsanwendung diskutiert. Abschlusspodium: Reflexion und strategischer Ausblick Im letzten Programmpunkt reflektierten Sher, Wetzig, Paa und Oelze die Ergebnisse der Konferenz. Moderiert von Doreen Heydenbluth-Peters wurden konkrete Vorschläge zur weiteren Vernetzung forschungsaffiner KMU diskutiert. Themen wie Zugang zu Fördermitteln, Standortvernetzung und Nachwuchsförderung spielten dabei eine zentrale Rolle. Es wurde deutlich: Der Innovationsstandort MV ist auf einem guten Weg, braucht aber kontinuierliche Unterstützung und gezielte Plattformen wie diese Konferenz. Fazit: Innovationskultur live erleben und mitgestalten Die Regionalkonferenz 2025 zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der Region schlummert. Studierende erhielten nicht nur Einblicke in aktuelle Projekte, sondern konnten direkt Kontakte zu Industrie, Forschung und Gründungsszene knüpfen. Technologien wurden nicht abstrakt vorgestellt, sondern praktisch demonstriert und kritisch diskutiert. Die Kombination aus Input, Austausch und Erlebnischarakter machte die Konferenz zu einem wertvollen Format für alle, die an der Zukunft von Technologie und Gesellschaft aktiv mitwirken wollen.

Wenn Nachfolge auf Gründung trifft: Fly & Surv Spezialabend im InnovationPort

Am 18. Juni 2025 öffnete der InnovationPort Wismar erneut seine Türen für eine besondere Community: Gründer:innen, Nachfolger:innen und wirtschaftlich interessierte Akteur:innen der Region trafen sich zur Sonderausgabe von Fly & Surv. Unter dem Titel „Wenn Nachfolge auf Gründung trifft“ widmete sich das Event einem hochaktuellen Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt – der Übergabe und Neuerschaffung von Unternehmen im Kontext strukturellen Wandels. Die Veranstaltung fand in enger Zusammenarbeit mit der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft e.V. (WWG) statt, die nicht nur konzeptionell, sondern auch operativ und kulinarisch entscheidend zum Erfolg des Abends beitrug. Impulse, Synergien und neue Perspektiven Die Eröffnung durch Doreen Heydenbluth-Peters (InnovationPort) und Jörg Denecke (WWG) setzte gleich zu Beginn ein klares Signal: Unternehmensnachfolge darf nicht losgelöst von Gründung gedacht werden. Beide Prozesse sind Teil eines Kontinuums, in dem Wissen, Verantwortung und Innovationskraft weitergegeben werden. Besonders betont wurde, wie wertvoll es ist, wenn junge Gründungsideen auf bestehende Unternehmensstrukturen treffen – und daraus Neues entsteht. Das Event war so konzipiert, dass es nicht nur Information, sondern auch echte Begegnung ermöglichte. In einem lockeren, aber strukturierten Rahmen wurde ein Raum für Inspiration, interdisziplinären Austausch und Erfahrungsweitergabe geschaffen. Dass dies gelungen ist, bestätigten zahlreiche Gespräche und Rückmeldungen im Verlauf des Abends. Fachimpulse aus erster Hand Im Zentrum des Abends stand ein praxisnahes Podiumsgespräch, das zentrale Herausforderungen, Strategien und Lösungsansätze in der Unternehmensnachfolge thematisierte. Drei ausgewiesene Experten gewährten pointierte Einblicke in ihre jeweiligen Arbeitsbereiche: „Es gibt über 1500 Unternehmen in MV, die akut eine Nachfolge suchen.“ — Frank Bartelsen, Nachfolgezentrale MV Die Beiträge des Podiums machten eines besonders klar: Unternehmensnachfolge ist keine reine Verwaltungsaufgabe – sie ist ein Prozess mit emotionaler, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Tragweite. Gründungspitches mit persönlichem Tiefgang Im Anschluss wechselte das Format in den interaktiven Modus: Zwei Gründerinnen präsentierten ihre ganz eigenen Wege ins Unternehmertum. Rike Bellmann (Grevesmühlen) und Svenja Mischur zeigten in jeweils kurzen, persönlichen Pitches, welche Gründungsidee sie verfolgen und wie weit sie damit sind. Community-Dialog in Kleingruppen Nach den Impulsen verlagerte sich der Schwerpunkt auf den offenen Austausch. In Kleingruppen diskutierten Vertreter:innen aus Wirtschaft, Netzwerken und Institutionen gemeinsam mit den Teilnehmenden zentrale Fragestellungen: Welche Unterstützungsformate werden gebraucht? Wie kann das Matching zwischen Nachfolger:innen und Unternehmer:innen in der Praxis gelingen? Und was können regionale Netzwerke konkret leisten, um unternehmerisches Engagement zu fördern? Diese Dialogform ermöglichte einen niederschwelligen Zugang zum Thema Nachfolge und Gründung, förderte den Wissenstransfer und schuf gleichzeitig Raum für neue Partnerschaften. Viele der Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen, konkrete Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen einzubringen. InnovationPort-Rundgang & informelles Networking Gegen 18:45 Uhr begann der gemeinsame Rundgang durch den InnovationPort. In Kleingruppen erkundeten die Gäste die verschiedenen Räume und Stationen. Dabei entstanden spontane Gespräche, neue Bekanntschaften und vertiefte Einsichten in das Ökosystem des Standorts. Abgerundet wurde der Abend durch einen entspannten Ausklang bei Abendimbiss und Getränken. Die offene Atmosphäre förderte informelles Networking, und viele Gespräche wurden in entspannter Stimmung weitergeführt. Besonders positiv aufgenommen wurde die Mischung aus Programmstruktur und Raum zur freien Begegnung – ein Format, das laut Rückmeldung vieler Gäste zur Wiederholung einlädt. Ausblick: Nächste Termine & Formate Bereits jetzt blickt das Team des InnovationPorts gemeinsam mit der WWG auf die kommenden Veranstaltungen: Beide Formate greifen das Prinzip interaktiver Community-Abende auf und werden gezielt weiterentwickelt, um aktuellen Fragestellungen im Innovationskontext zu begegnen.