Klarheit statt Kanal-Chaos – Rückblick auf den Sichtbarkeits-Workshop im InnovationPort Wismar

Volle Tische, aufgeschlagene Notizbücher, ehrliche Fragen – und ein gemeinsames Ziel: endlich Klarheit in die eigene Online-Sichtbarkeit bringen. Im InnovationPort Wismar trafen sich Startups, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Gründungsinteressierte zu einem intensiven Workshop rund um Positionierung, Angebotsklarheit und digitale Kanäle. Der Anspruch: weniger Aktionismus, mehr Strategie. Weniger Tools, mehr Entscheidungen. Warum dieser Workshop anders war Viele Selbstständige und Gründer kennen das Problem: Instagram, LinkedIn, Website, Newsletter, Ads, SEO, Podcast, YouTube –viel Aktivität, aber wenig Fokus. Der Workshop setzte genau hier an. Statt über Content-Pläne und Trends zu sprechen, ging es um die entscheidenden Grundlagen: Das Ziel war klar:👉 Mit maximal zwei klaren Entscheidungen nach Hause gehen. Zielgruppe, Angebot, Kanal, Anker – die vier Hebel Im Laufe des Tages arbeiteten die Teilnehmenden systematisch an vier zentralen Bausteinen: 1️⃣ Zielgruppe schärfen Wer für alle da ist, verkauft an niemanden.Gemeinsam wurden konkrete Bedürfnisse, Ängste und Wünsche der eigenen Zielgruppe herausgearbeitet – nicht oberflächlich, sondern substanziell. 2️⃣ Angebotsformel entwickeln „Ich helfe [Zielgruppe], Ergebnis X in Zeitraum Z zu erreichen – ohne Problem P.“Diese Klarheit verändert nicht nur Marketingtexte, sondern die gesamte Kommunikation. 3️⃣ Kanal bewusst wählen Paid oder organisch?Zeit oder Geld?Ein klares Signal schlägt viele halbe. Der Fokus auf einen funktionierenden Weg stand im Mittelpunkt. 4️⃣ Anker definieren & Website strukturieren Mit Paper-Prototyping wurde die eigene Startseite skizziert:Hook, Problem, Angebot, Call-to-Action.Kein Design-Spielplatz, sondern ein strategischer Entscheidungsort. Am zweiten Workshoptag ging es weiter mit: Das Ergebnis: Aufgeräumte Köpfe & umsetzbare Pläne Am Ende stand kein 40-seitiges Strategiepapier, sondern etwas Wertvolleres: Genau das macht den Unterschied zwischen „Ich müsste mal…“ und „Ich setze um.“ Innovation beginnt mit Klarheit Der Workshop hat einmal mehr gezeigt, was den InnovationPort Wismar ausmacht: Hier treffen Gründung, Unternehmertum und Innovationsgeist auf konkrete Unterstützung. Lust auf mehr? Ob Sichtbarkeit, Geschäftsmodellentwicklung, E-Commerce oder digitale Strategien – der InnovationPort bietet regelmäßig kostenfreie Workshops, Beratungen und Netzwerkformate für Startups, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie alle, die es werden wollen. Wenn du: dann lohnt sich ein Blick auf die kommenden Veranstaltungen. Innovation passiert nicht zufällig.Sie entsteht dort, wo Menschen Klarheit gewinnen und ins Handeln kommen. Der nächste Schritt könnte deiner sein.

Fly & Surv im InnovationPort: Ein inspirierender Auftakt für die Community 2026 

Mit unserem ersten Fly & Surv in diesem Jahr ist der InnovationPort Wismar gemeinsam mit seiner Community kraftvoll ins neue Jahr gestartet. Das Format steht für offenen Austausch, frische Ideen und echte Begegnungen – und genau das war an diesem Abend deutlich spürbar.  Im Mittelpunkt stand ein besonderer Gast: Lisa Haus, seit Kurzem Hauptgeschäftsführerin der IHK zu Schwerin, die wir als Podiumsgast begrüßen durften.   Neue Perspektiven für Wirtschaft und Gründungen  In einem über einstündigen Gespräch ging es um viele Facetten: um den persönlichen Werdegang von Lisa Haus, ihre Erfahrungen aus ihrer bisherigen Arbeit und ihre ersten Eindrücke in Mecklenburg-Vorpommern. Lisa Haus bringt mehr als zwölf Jahre Erfahrung aus der IHK-Welt mit und war zuvor stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Rheinhessen. Als Bildungswissenschaftlerin verbindet sie strategisches Denken, Interessenvertretung und den Blick auf Zukunftsthemen der Wirtschaft.   Das Gespräch war geprägt von Offenheit, gegenseitiger Wertschätzung und einem klaren Blick nach vorn. Schnell wurde deutlich:  Viele Herausforderungen für Unternehmen und Gründende sind bekannt – doch ebenso groß ist der gemeinsame Wille, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.  Ein zentraler Punkt: Unternehmertum braucht nicht nur gute Förderprogramme oder politische Rahmenbedingungen. Es braucht vor allem Orte der Begegnung.  Räume, in denen Menschen sich treffen. Formate, die Austausch ermöglichen. Moderation, die Perspektiven zusammenbringt.  Genau dafür steht der InnovationPort – und genau das wurde an diesem Abend intensiv genutzt.  Flächenland mit kurzen Wegen  Besonders spannend war auch der Blick von außen.  Lisa Haus kommt aus Rheinhessen und konnte daher einen frischen Vergleich zwischen Regionen ziehen. Dabei fiel ein Satz, der vielen im Raum im Gedächtnis bleiben wird:  „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland mit weiten Flächen – aber kurzen Wegen.“  Ein treffendes Bild für das, was viele hier täglich erleben: Man kennt sich, man findet schnell zueinander – und wenn Menschen miteinander sprechen, entstehen Lösungen.  Sichtbarkeit für den Standort  Ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch den Abend:  Mecklenburg-Vorpommern verfügt über viele starke Unternehmen, spannende Innovationen und engagierte Gründerinnen und Gründer.  Doch diese Geschichten müssen noch sichtbarer erzählt werden – regional, national und international.  Denn nur wenn wir zeigen, was hier entsteht, können wir auch Fachkräfte gewinnen, Kooperationen anstoßen und neue Ideen anziehen.  Zwei Pitches, die begeisterten  Natürlich gehörte auch die PitchBühne wieder zum Abend – ein fester Bestandteil des Fly & Surv Formats.   Zwei Projekte stellten ihre Ideen vor:  Anja Rühlemann präsentierte ihr entstehendes Angebot für Unternehmen, das sich mit Mitarbeiterzufriedenheit und emotionaler Begleitung im Arbeitskontext beschäftigt. Ziel ist es, frühzeitig Entwicklungen wie innere Kündigung zu erkennen und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Teams langfristig zu stärken. Mehr Informationen: www.puls-der-seele.de  Außerdem stand Mathis Schreier erneut auf unserer PitchBühne – mit seiner Idee für nachhaltige Zelte.  Die Begeisterung im Raum war spürbar: zahlreiche Fragen, Ideen und Empfehlungen aus der Community zeigten, wie wertvoll diese gemeinsame Denkarbeit ist.  Wir sind sicher: Von dieser Idee werden wir noch mehr hören.  Wenn Community wächst  Neben Podium und Pitches war eines besonders schön zu beobachten:  Die Community wächst zusammen.  Gründerinnen und Gründer, Unternehmerinnen und Unternehmer, technikaffine Nerds, Kreative und Menschen aus Wissenschaft und Institutionen kamen miteinander ins Gespräch.  Genau diese Mischung macht das Format so besonders.  Einladung an alle, die etwas bewegen wollen  Ob Unternehmer:in, Gründer:in oder jemand mit einer Idee – die Türen des InnovationPorts stehen offen.  Wer unternehmerisch denkt, Kooperationen sucht oder mit Wissenschaft zusammenarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen, die Angebote der IHK zu Schwerin und des InnovationPorts zu nutzen.  Gemeinsam entstehen hier Räume für Austausch, Inspiration und Umsetzung.  Das nächste Fly & Surv kommt  Weiter geht es am 24. Juni.  Dann verwandelt sich der InnovationPort in eine besondere Sommerlocation: Das nächste Fly & Surv wird unser Sommerfest – mit neuen Impulsen, Überraschungen und natürlich viel Raum für Austausch.  Wir freuen uns schon jetzt auf euch.

Der Regionale Beirat des InnovationPorts Wismar

Mitdenken. Mitgestalten. Mitverantworten. Innovation entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Wo Perspektiven aufeinandertreffen, Denkprozesse offen bleiben dürfen und Neues nicht nur gedacht, sondern ausprobiert wird. Genau hier setzt der Regionale Beirat des InnovationPorts Wismar an. Seit 2020 begleitet uns dieses Gremium mit wertvoller Expertise, klarem Blick von außen und einem gemeinsamen Gestaltungswillen für Wismar und die Region Nordwestmecklenburg. Für uns ist der Beirat kein formales Beratungsgremium, sondern ein strategischer Resonanzraum – auf Augenhöhe, mit Haltung und mit dem Anspruch, Dinge weiterzubringen. Was ist der Regionale Beirat? Der Regionale Beirat vereint engagierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Unternehmertum aus der Hansestadt Wismar und dem Landkreis Nordwestmecklenburg. Dazu gehören Vertreter:innen der Kommunalpolitik aus Wismar und Grevesmühlen, Akteur:innen der Wirtschaftsförderungen, der Industrie- und Handelskammer, der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft, der Digitalen Stadt Grevesmühlen, Kolleg:innen der Hochschule Wismar sowie Unternehmer:innen und Innovationsakteur:innen aus der Region. Bewusst binden wir zudem immer eine Stimme aus der Start-up-Community ein. Was dieses Gremium auszeichnet, ist seine Vielfalt – und ein gemeinsames Verständnis davon, was Innovation heute braucht: offene Räume, ehrliches Feedback, strategisches Denken und den Mut zur Umsetzung. Ein Ort für unfertige Gedanken Der InnovationPort ist genau ein solcher Ort.Mitten am Alten Hafen der Hansestadt Wismar. Barrierefrei erreichbar. Offen für neue Perspektiven. Als Einrichtung der Hochschule Wismar getragen vom Commitment der Hansestadt und unterstützt durch das Engagement der Hochschule – und konsequent ausgerichtet an den Bedarfen unserer Community. Wir sind überzeugt: Es braucht Orte, an denen hinterfragt werden darf. An denen Ideen noch nicht abgeschlossen sein müssen, sondern wachsen dürfen. Orte, an denen Denkprozesse bewusst offen bleiben, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. Dank der Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds können wir bis Sommer 2028 ein kostenfreies Beratungs- und Begleitangebot für Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen aus der Region anbieten. Diese Förderung ermöglicht es uns, Innovationskraft zu bündeln, Know-how zu kanalisieren und neue Formate zu entwickeln – pragmatisch, bedarfsorientiert und umsetzungsnah. Der Beirat als Resonanzraum Seit 2020 begleitet der Regionale Beirat diese Entwicklung kontinuierlich. In verschiedenen Meetings kommen Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmertum zusammen. Der Austausch ist klar, ehrlich und lösungsorientiert – mit dem gemeinsamen Ziel, den InnovationPort strategisch weiterzuentwickeln und seine Wirkung in die Region hinein zu verstärken. Der Beirat gibt Impulse, hinterfragt, schärft und stärkt. Gleichzeitig ist er Teil eines Umfelds, das Innovation nicht verwaltet, sondern lebt. Mitwirkung im Beirat bedeutet aktive Teilhabe an einem besonderen Ort, an dem Zukunft gestaltet wird – nicht abstrakt, sondern konkret. Was wir gemeinsam bewegt haben Die Zusammenarbeit zeigt Wirkung – leise, kontinuierlich und nachhaltig.Gemeinsam mit dem Regionalen Beirat haben wir in den vergangenen Jahren unterschiedliche Formate entwickelt und weiterentwickelt, um Zukunftsthemen für Wismar und die Region sichtbar zu machen und in die Umsetzung zu bringen. Dazu gehören unter anderem: All diese Formate eint ein gemeinsamer Anspruch: Innovation als Arbeitsweise zu verstehen – offen, dialogisch, praxisnah und umsetzungsorientiert. Der InnovationPort ist dabei Motor, Möglichkeitsraum und Knotenpunkt zugleich. Hier wird Innovationskraft gebündelt und weitergetragen. Der Beirat begleitet diesen Prozess strategisch, bringt zusätzliche Perspektiven ein und profitiert zugleich von einem hochdynamischen, professionellen Innovationsumfeld. Danke für das gemeinsame Gestalten Eine Idee lebt nicht von Einzelnen. Sie lebt von Menschen, die sie mittragen, kritisch begleiten, weiterdenken und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dafür sagen wir Danke.Danke an alle Beiratsmitglieder für das Vertrauen, die Zeit, das Engagement und die Bereitschaft, diesen Weg mit uns zu gehen. Für ehrliches Feedback, konstruktive Impulse und ein starkes Miteinander in einem öffentlichen Raum, der Innovation ermöglicht und fordert. Was vor uns liegt Im Juni endet unsere aktuelle Förderlaufzeit – und zugleich beginnt eine neue Phase. Bis Juni 2028 werden wir den InnovationPort weiterentwickeln, seine Sichtbarkeit stärken und seine Rolle als erste Anlaufstelle für innovative Denk- und Entwicklungsprozesse in Wismar und der Region weiter festigen. Auch der Regionale Beirat wächst und ist gewachsen – mit neuen Perspektiven, neuen Ideen und dem klaren Willen zur Umsetzung. Denn die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht im Alleingang lösen. Sie brauchen Kooperation statt Konkurrenz, Resonanz statt Routine und Gestaltungsfreude statt Zuständigkeit. Wir freuen uns auf die nächste Phase. Denn:Wer Zukunft will, muss Räume öffnen. Für Menschen, Ideen und echtes Miteinander. Der Regionale Beirat des InnovationPorts Wismar besteht aus Vertreter:innen: Kommunalpolitik Wirtschaft & Verbände Wirtschaftsförderung & regionale Entwicklung Wissenschaft & Hochschule Wismar Unternehmertum & Community

Finanzierung und Förderung für Gründungen

Am 19.11.2025 fand im InnovationPort Wismar ein Gründungsworkshop unter Beteiligung der IHK zu Schwerin, des DIZ Rostock, der RSI Hochschule Wismar, der WEMAG sowie der GSA statt. Gründungsinteressierte konnten hier einen umfassenden Einblick gewinnen in Fördermöglichkeiten, Finanzierungswege und die ersten Schritte der Unternehmensgründung. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Clemens Grapentin vom InnovationPort Wismar. In einer praxisnahen und offenen Atmosphäre erhielten die Teilnehmenden wertvolle Hinweise und konkrete Empfehlungen von Expertinnen und Experten aus der Region. Der Vormittag bot zudem viel Raum für Austausch und individuelle Fragen. Die Referent/innen waren: Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein gut vernetztes regionales Unterstützungsangebot für den Start in die Selbstständigkeit ist. Alle Referentinnen und Referenten machten deutlich, dass Gründerinnen und Gründer in Mecklenburg-Vorpommern auf starke Partner zählen können. Wir danken allen Beteiligten und freuen uns auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Reihe. Ihre GSA Sie wollen mehr über die Fördermöglichkeiten der GSA erfahren?  Unter unserer zentralen Telefonnummer +49 385 55775-510 beraten wir Sie gern zu den Förderangeboten der GSA.

Jahresrückblick 2025

Innovation Port – gemeinsam Zukunft gestalten Ein intensives, bewegtes und zugleich sehr erfüllendes Jahr liegt hinter uns.Der Innovation Port war auch 2025 ein offener Raum für Austausch, Lernen und gemeinsames Gestalten – für Menschen, Teams, Organisationen und Ideen aus Stadt, Land, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Begleiten, befähigen, umsetzen In Sprechstunden, individuellen Coachings und der Projektbegleitung haben wir Teams aus Gemeinden, Kommunen, sowie unseren regionalen Unternehmen unterstützt.Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der digitalen Transformation: neue Tools, neue Führungs- und Arbeitskulturen, strukturierte und agile Arbeitsweisen, veränderte Teamdynamiken sowie neue Abstimmungs- und Entwicklungsprozesse. Unser Anspruch dabei: klar, praxisnah und immer gemeinsam mit den Menschen, die Veränderung konkret gestalten. Innovation als kontinuierlichen Prozess verstehen In unseren Megatrends-Workshops und im Future-Management haben wir gemeinsam mit Teams daran gearbeitet, Innovation dauerhaft in den Arbeitsalltag zu integrieren.Innovation verläuft nicht linear. Sie lebt vom Wechsel zwischen Ideen entwickeln, ausprobieren, testen, weiterentwickeln, wachsen – und auch dem bewussten Wahrnehmen von Stagnation, aus der Neues entstehen kann. Gerade diese experimentelle Phase kommt im Alltag oft zu kurz, weil operative Anforderungen dominieren. Hier setzen wir an: mit Arbeitsweisen und Instrumenten, die Raum schaffen für Reflexion, Erneuerung und mutiges Weiterdenken. Gründungen begleiten – Community stärken Auch in diesem Jahr haben wir zahlreiche Gründungsteams intensiv begleitet – fachlich, strategisch und operativ. Viele Teams sind über erste Prototypen hinausgewachsen und haben ihre Vorhaben weiter geschärft und professionalisiert. Ein besonderer Dank gilt Cora und Clemens, die im Gründungsmanagement mit großer fachlicher Tiefe, Klarheit und Engagement gearbeitet haben. In unseren Buddy-Treffen unterstützen sich die Teams gegenseitig, teilen Erfahrungen und lernen voneinander. So wächst unsere Community stetig – getragen von Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung. Lernen aus der Praxis – Hands-on-Formate Ergänzt wird unsere Arbeit durch regelmäßige Hands-on-Workshops und Seminare, die wir gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis umsetzen.Hier werden unterschiedlichste Themen konkret, verständlich und direkt anwendbar vermittelt – Lernen, das wirkt und im Arbeitsalltag ankommt. Digitale Kompetenz gemeinsam weiterentwickeln Aus wiederkehrenden Fragestellungen in unseren Sprechstunden sind neue Formate entstanden: Diese Formate werden maßgeblich von unseren IT-Profis Cedric und Mirko geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Sie stehen exemplarisch für das, was den Innovation Port ausmacht: Expertise teilen, Wissen öffnen, gemeinsam weiterdenken. Regionale Highlights und starke Netzwerke Zwei regionale Innovationskonferenzen waren erneut besondere Höhepunkte: Ein weiteres Highlight war der dreitägige MAKEathon zur Informationslogistik in Wismar. Hier sind erste belastbare Erkenntnisse und überraschend weit entwickelte Lösungsansätze entstanden. 2026 werden wir diese gemeinsam mit unseren Stakeholdern weiter diskutieren und in die Umsetzung bringen. Strategisch begleitet Ein besonderer Dank gilt unserem Beirat, der uns bei strategischen Fragen, Weichenstellungen und Perspektivwechseln stets klug, kritisch und konstruktiv zur Seite steht. Diese kontinuierliche Begleitung ist ein wichtiger Anker für unsere Arbeit – und gibt uns Rückenwind für neue Wege. Blick nach vorn Mit unserer Lotsin Antje werden wir künftig auch den ländlichen Raum noch stärker erschließen und begleiten.Gleichzeitig bleiben wir eng vernetzt im Digitalen MV und mit unserer Family Digitales MV – über regionale Grenzen hinaus. Über 3.000 Teilnehmende haben in diesem Jahr unsere Angebote genutzt. Viele konnten bei uns Orientierung finden, neue Perspektiven entwickeln oder den Mut fassen, Dinge anders zu denken und zu machen. Wir sagen Danke – für Vertrauen, Offenheit und Zusammenarbeit.Mit Haltung, Neugier und einer guten Portion Gelassenheit blicken wir nach vorn. Unser Jahr in Bildern Wem Worte allein nicht reichen:👉 Unser Jahresrückblick als Film zeigt Eindrücke, Begegnungen und Momente dieses Jahres. Wir freuen uns auf 2026.Und darauf, gemeinsam weiter Zukunft zu gestalten. Beitrag für digitales MV Jahresrückblick 2025 Digitales MV – Innovation gemeinsam gestalten 2025 war ein Jahr der Bewegung, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Lernens.Im Digitalen MV haben wir Innovation nicht isoliert gedacht, sondern als vernetztes Zusammenspiel von Menschen, Organisationen, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft. Einer der zentralen Orte dieses Wirkens war das Digitale Innovationszentrum Wismar, der InnovationPort. Räume für Umsetzung und Orientierung Das Digitale Innovationszentrum Wismar war auch in diesem Jahr ein offener Anlaufpunkt für digitale Fragestellungen. In Sprechstunden, Coachings und der Projektbegleitung wurden Teams aus Kommunen, Unternehmen und Institutionen dabei unterstützt, digitale Herausforderungen strukturiert anzugehen – von neuen Arbeits- und Führungsmodellen bis hin zu agilen Prozessen und zeitgemäßen Formen der Zusammenarbeit. Dabei ging es nicht um schnelle Lösungen, sondern um tragfähige Wege in einem zunehmend komplexen digitalen Alltag. Innovation als kontinuierlicher Prozess In Workshops zu Megatrends und im Future-Management wurde deutlich: Innovation ist kein Projekt mit Enddatum. Sie lebt vom stetigen Wechsel zwischen Ideen entwickeln, ausprobieren, testen, weiterentwickeln und erneuern.Gerade im Spannungsfeld zwischen Tagesgeschäft und Zukunftsfragen braucht es Formate, die diesen Prozess bewusst ermöglichen. Das Digitale Innovationszentrum Wismar schafft hierfür Räume, Methoden und Strukturen – praxisnah und anschlussfähig für den Arbeitsalltag. Gründungen, Community und gegenseitige Unterstützung Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begleitung von Gründungsteams. Viele Vorhaben konnten weiterentwickelt, geschärft und professionalisiert werden.Ergänzt wurde dies durch Community-Formate, in denen sich Teams gegenseitig unterstützen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen. So entsteht ein wachsendes Netzwerk, das Innovation gemeinsam trägt. Lernen aus der Praxis Regelmäßige Hands-on-Workshops und Seminare mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis machten digitale Themen greifbar und anwendbar.Zusätzlich wurden offene Formate etabliert, die den Austausch zu konkreten technischen Fragestellungen fördern und den schnellen Wandel der digitalen Welt gemeinsam einordnen. Regionale Highlights mit überregionaler Strahlkraft Zu den Höhepunkten des Jahres zählten zwei regionale Innovationskonferenzen, die Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammenbrachten.Besondere Aufmerksamkeit erhielt zudem die Innovationskonferenz im Themenfeld Luft- und Raumfahrt, die die Arbeit im ESA BIC Northern Germany sichtbar machte und Perspektiven für weitere Förderungen eröffnete. Ein weiteres Highlight war der dreitägige MAKEathon zur Informationslogistik in Wismar, bei dem in kurzer Zeit überraschend weit entwickelte Lösungsansätze entstanden sind. Diese Ergebnisse werden 2026 gemeinsam mit relevanten Stakeholdern weiter diskutiert und vertieft. Strategisch verankert, regional vernetzt Begleitet wird die Arbeit des Digitalen Innovationszentrums Wismar durch einen regionalen Beirat, der strategische Perspektiven einbringt, Impulse setzt und zur Weiterentwicklung des Standortes beiträgt. Ein starkes Jahr – ein gemeinsamer Ausblick Über 3.000 Teilnehmende haben 2025 Angebote des Digitalen Innovationszentrums Wismar genutzt. Viele fanden hier Orientierung, neue Perspektiven oder den Mut, digitale Veränderung aktiv anzugehen. Das Digitale MV dankt allen Beteiligten für Vertrauen, Engagement und Zusammenarbeit.Mit Neugier, Vernetzung

Zukunft der Innenstadt: Wismar setzt auf smartes Informationsmanagement

Wie schaffen wir eine schlaue Informationslogistik für unsere Hansestadt? In einer Zeit von MultiChannels, personalisierten Algorithmen und einer überbordenden Informationsflut ist es längst nicht mehr sicher, dass städtische Informationen dort ankommen, wo sie sollen: bei unseren Bürger:innen. Der Bedarf ist groß – und genau deshalb haben wir uns bewusst gegen einen klassischen Hackathon entschieden und für ein Format, das tiefer geht. Vier Gruppen, ein Ziel: Zielgruppen wirklich verstehen Beim MAKEATHON 2025 haben wir uns intensiv in die Bedürfnisse der Menschen hineingearbeitet, die Informationen geben – und derjenigen, die Informationen benötigen. Hierfür haben wir vier Gruppen gebildet, die jeweils eine klar definierte Nutzergruppe in den Fokus nahmen: Besonders spannend:Die IT-Gruppe verstand sich als übergeordnete Klammer, die sich während des gesamten Prozesses eng mit allen Teams austauschte. So entstanden tiefe Bedarfsanalysen und Lösungsansätze, die nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern aus der Realität der Menschen heraus gedacht wurden. Impulsstark gestartet – mutig präsentiert Der MAKEATHON 2025 startete mit starken Impulsen und fundiertem Fachinput.Ein herzliches Dankeschön an: Sie alle haben eindrucksvoll aufgezeigt, wie moderne IT-Lösungen entwickelt werden können. Drei Tage lang arbeiteten die Teams intensiv und wurden durch unsere InnovationPort-Crew fachlich, didaktisch und methodisch eng begleitet. Damit wurde der MAKERTORN gleichzeitig auch zu einer Fortbildung im modernen Innovationsmanagement – inklusive Design Thinking, agilen Methoden und kreativer Tools. Das große Finale: Anders denken, anders aussehen Am Freitag stand das Finale an – und wir wollten bewusst anders sein.Nicht, weil Karneval war.Sondern weil Mut manchmal bedeutet: Die Teams haben diesen Spirit aufgenommen und Präsentationen geschaffen, die weit über PowerPoint hinausgehen:energetisch, mutig, kreativ, voller Input und Herzblut. Und die Jury?Begeistert.Fast schon Standing Ovations. Warum?Weil es nicht darum ging, wer gewinnt – sondern was wir gemeinsam gewinnen.Beim MAKERTORN gibt es keine Plätze 1–2–3.Es gibt Erkenntnisse, Wertschätzung und Applaus für alle. Danke – und wie es weitergeht Ein großes Dankeschön geht an unsere Praxispartner, Expert:innen und die Jury, die diese drei Tage begleitet und unterstützt haben. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere strategische Arbeit ein.Es wird eine Arbeitsgruppe geben.Und wir bleiben dran – im Maschinenraum, mit Mut, Kreativität und dem festen Willen, die Informationslogistik in Wismar weiterzudenken. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Ein ausführlicher Rückblick folgt in Kürze. Bis dahin, sieh` Dir die Bilder der 3 Tage an. Galerie

Rückblick – Regionalkonferenz 2025 Gemeinsam Impulse aus MV für Luft- und Raumfahrt – Perspektiven eröffnen & gestalten

Zukunft entsteht durch Zusammenarbeit – dieses Motto war auf der Regionalkonferenz 2025 in Wismar nicht nur ein Leitgedanke, sondern wurde auf allen Ebenen spürbar. Forscher:innen, Unternehmensvertreter:innen, Gründer:innen, Studierende und Entscheidungstragende aus der Politik kamen zusammen, um sich über aktuelle technologische Entwicklungen, konkrete Innovationsprojekte und gemeinsame Perspektiven in der Luft- und Raumfahrtbranche in Mecklenburg-Vorpommern auszutauschen. Die Veranstaltung bot nicht nur spannende Vorträge und Panels, sondern ermöglichte durch interaktive Technologiedemonstrationen und gezielte Netzwerkformate einen besonders praxisnahen Zugang zu Zukunftsthemen. Begrüßung und Eröffnung Der offizielle Start der Konferenz erfolgte durch Prof. Dr. Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule Wismar. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung universitärer Forschung für die Innovationsentwicklung in der Region hervor. Daran anschließend übermittelte Eva-Maria Flick vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV ein Grußwort der Landesregierung. Sie betonte den hohen Stellenwert von Technologie- und Fachkräfteförderung für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns und lobte die Hochschule Wismar als Leuchtturm für angewandte Wissenschaften. Ein Jahr ESA BIC MV: Status, Wirkung und Perspektiven Im ersten Podium unter dem Titel „Ein Jahr ESA BIC in MV – Rückblick & Ausblick“ reflektierten Dr. Dorothee Wetzig (IHK zu Schwerin), Holger Oelze (ZARM Technik AG / AVIASPACE Bremen) und Dominik Paa (ESA BIC Koordinator für Norddeutschland) die Rolle des ESA Business Incubation Centre. Die Diskussion unter Moderation von Doreen Heydenbluth-Peters zeigte eindrucksvoll, wie das Programm Start-ups im Bereich Raumfahrttechnologie gezielt unterstützt, vernetzt und beschleunigt. Besonders hervorgehoben wurden konkrete Gründungsbeispiele aus der Region sowie die langfristige strategische Bedeutung des ESA BIC MV für die wirtschaftliche Entwicklung. Panel 1: Technologischer Fortschritt aus Forschung und Praxis Das erste Fachpanel lieferte faszinierende Einblicke in aktuelle Innovationsprojekte: FERCHAU GmbH präsentierte mit der „LiquiDrone“ eine auf flüssigem Wasserstoff basierende Drohne, die mit einer beeindruckenden Flugzeit von zehn Stunden neue Einsatzmöglichkeiten in Zivilluftfahrt und Infrastrukturüberwachung erschließt. Orbit Recycling stellte seine Forschung zur Wiederverwertung von Weltraumschrott für den Aufbau von Infrastruktur auf dem Mond vor und gab Einblick in die eigene Regolith-Testanlage in Rostock-Laage. Prof. Dr. Schimmelpfennig von der Hochschule Wismar führte in die Arbeit des ProTecWAVE Forschungszentrums ein, das sich auf Hightech-Verfahren zur Präzisionsbearbeitung spezialisiert hat. NEW AIM3D demonstrierte anhand industrieller Anwendungsbeispiele, wie granulatbasierter 3D-Druck die Herstellungskosten von Raumfahrtkomponenten drastisch senken kann. Mittagspause mit Networking, Ausstellungen und VR-Erlebnis Die Mittagspause war mehr als nur ein kulinarisches Intermezzo. Sie wurde zur aktiven Austauschplattform: Forschende diskutierten mit Start-ups, Gründer:innen vernetzten sich mit potenziellen Partnern und Studierende kamen mit künftigen Arbeitgebern ins Gespräch. Besonders aufmerksamkeitsstark war das omnidirektionale Laufband von Xelerate VR, das nicht nur ausgestellt, sondern auch direkt ausprobiert werden konnte. Das immersive Erlebnis faszinierte und wurde zum Gesprächsthema unter Technikaffinen. Panel 2: Start-up-Präsentationen aus dem ESA BIC MV Im zweiten Fachblock standen junge Unternehmen und ihre Innovationen im Mittelpunkt: elementarhy GmbH arbeitet an einer revolutionären Wasserstofftechnologie mit speziellen MEAs (Membran-Elektroden-Einheiten), die besonders leicht, langlebig und ressourcenschonend sind. Erste Tests erfolgten sogar unter Mikrogravitation. JDS GmbH stellte ihre hochresiliente GNSS-Messstation vor, die gegen Spoofing und Jamming immunisiert ist und z. B. in Häfen und kritischer Infrastruktur Anwendung finden kann. Xelerate VR überzeugte nicht nur mit einem Pitch, sondern ermöglichte gleich vor Ort ein aktives Erlebnis ihrer Trainingsplattform auf Basis eines omnidirektionalen Laufbands. PurgeFlow präsentierte ein automatisiertes Formiergassystem, das besonders bei der Verarbeitung von Titan und Aluminium perfekte Schweißnähte ermöglicht – essenziell für den Einsatz in Luft- und Raumfahrt. Coher Sense UG beeindruckte mit kompakten optischen Sensoren zur Laserüberwachung in Quantencomputern, die hochpräzise und skalierbar sind. Xelerate VR live erleben: Technik, die bewegt Ein absolutes Highlight des Tages war die Technologie von Xelerate VR. Das VR-Laufband ermöglichte eine intuitive Bewegungserfassung in virtuellen Räumen und war sowohl für Gaming als auch für sicherheitskritische Trainingsszenarien (z. B. Feuerwehr, Polizei, Astronauten) von Interesse. Besucher:innen konnten sich vor Ort direkt davon überzeugen, wie immersiv und realitätsnah sich künftige Simulationen gestalten lassen. Diese Technologie wurde nicht nur als Erlebnis, sondern auch als wertvolle Zukunftsanwendung diskutiert. Abschlusspodium: Reflexion und strategischer Ausblick Im letzten Programmpunkt reflektierten Sher, Wetzig, Paa und Oelze die Ergebnisse der Konferenz. Moderiert von Doreen Heydenbluth-Peters wurden konkrete Vorschläge zur weiteren Vernetzung forschungsaffiner KMU diskutiert. Themen wie Zugang zu Fördermitteln, Standortvernetzung und Nachwuchsförderung spielten dabei eine zentrale Rolle. Es wurde deutlich: Der Innovationsstandort MV ist auf einem guten Weg, braucht aber kontinuierliche Unterstützung und gezielte Plattformen wie diese Konferenz. Fazit: Innovationskultur live erleben und mitgestalten Die Regionalkonferenz 2025 zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der Region schlummert. Studierende erhielten nicht nur Einblicke in aktuelle Projekte, sondern konnten direkt Kontakte zu Industrie, Forschung und Gründungsszene knüpfen. Technologien wurden nicht abstrakt vorgestellt, sondern praktisch demonstriert und kritisch diskutiert. Die Kombination aus Input, Austausch und Erlebnischarakter machte die Konferenz zu einem wertvollen Format für alle, die an der Zukunft von Technologie und Gesellschaft aktiv mitwirken wollen.

Elementarhy: Das Startup, das Wasserstofftechnologie der nächsten Generation auf die Erde und ins All bringt

Eine Revolution in der sauberen Energie ist im Gange – und an vorderster Front steht Elementarhy, ein neues Startup im ESA BIC Northern Germany. Mit dem Ziel, die Wasserstoffproduktion durch modernste Membran-Elektroden-Anordnungstechnologie (MEA) neu zu definieren, bringt Elementarhy nachhaltige Energielösungen nicht nur auf die Erde, sondern auch ins Weltall. Durch die drastische Verbesserung der Effizienz und Skalierbarkeit der Wasserelektrolyse stellt sich das Team hinter Elementarhy einer der größten Herausforderungen der Energiewende: sauberen, kosteneffizienten Wasserstoff zu produzieren – bei gleichzeitiger Reduzierung der Abhängigkeit von knappen Rohstoffen. Mit der Unterstützung des ESA BIC Norddeutschland bereitet sich Elementarhy nun darauf vor, seine Technologie für Anwendungen im Weltraum anzupassen – wo Wasserstoff zum Schlüsselfaktor für die Erkundung fremder Welten, Satellitenantriebe und die Produktion von Treibstoff außerhalb der Erde werden könnte. Eine Freundschaft, die Innovation entfachte  Elementarhy ist die Idee von Arne Birth und Dr. Gustav Sievers, zwei langjährigen Freunden mit einer gemeinsamen Leidenschaft für Energielösungen und Wassersport. „Gustav und ich kennen uns seit über 20 Jahren – wir haben an derselben Universität studiert, allerdings in unterschiedlichen Fachrichtungen“, erklärt Arne Birth. „Ich habe Betriebswirtschaftslehre und Geographie studiert, während Gustav Umweltwissenschaften belegte. Schon damals verband uns zwei Leidenschaften: neue, saubere Energielösungen und eine Liebe zum Wassersport. Wir haben diese Leidenschaften mit Gustavs Expertise in der Elektrochemie kombiniert, um eine neue Technologie zur Wasserstoffgewinnung zu entwickeln.“ Für Gustav Sievers begann die Reise in die Wasserstofftechnologie vor fast einem Jahrzehnt. „Während meines Studiums entdeckte ich die Technologie erstmals – vor fast zehn Jahren – und entwickelte sie im Rahmen meiner Umweltstudien in Kopenhagen weiter.“ Obwohl sie zunächst unterschiedliche Karrierewege einschlugen – Gustav in der wissenschaftlichen Forschung und Arne in der Wirtschaft und chemischen Industrie – fanden sie 2022 wieder zusammen, als Arne einen Ausstieg aus der Öl- und Gasbranche suchte. „Am 24. Februar 2022 war mir klar, dass ich mich von der Öl- und Gasindustrie lösen und eine sicherere und nachhaltigere Energie- und Edelmetallversorgung aufbauen wollte. Ich kontaktierte Gustav, und er erzählte mir, dass er dringend Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung für seine Technologie benötigte, um sie zu kommerzialisieren.“  Die Idee von Elementarhy war somit geboren.  Die bahnbrechende Technologie, die alles verändert  Im Kern der Innovation von Elementarhy steht die Membrane Electrode Assembly (MEA), eine Schlüsselkomponente der Protonenaustauschmembran-Elektrolyse (PEM). Diese Technologie spaltet Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff und bietet eine saubere, effiziente und hochskalierbare Methode zur Herstellung von Wasserstoff. „Es ist wie ein Sieb“, erklärt Gustav. „Wir liefern eine fünflagige Membran, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff trennt.“ Die 5-lagige e|MEA-Membran-Elektroden-Einheit von Elementarhy bietet mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen MEA-Designs. Durch den Einsatz ultradünner Katalysatoren konnte der Iridiumverbrauch um das 20-fache – auf etwa 5 % – reduziert werden, bei gleicher Leistung. Dieser Durchbruch macht die Technologie skalierbarer und hilft, Engpässe zu vermeiden – entscheidend, da die Nachfrage nach Wasserstofflösungen weiter wächst. „Iridium stammt eigentlich aus dem Weltraum – es gelangt durch Asteroiden auf die Erde – und derzeit stehen uns nur acht Tonnen pro Jahr zur Verfügung. Wenn wir diese Technologie hochskalieren wollen, müssen wir viel weniger verbrauchen“, erklärt Gustav. „Auf der Erde haben wir das Problem, dass wir nicht alles elektrifizieren können – wir brauchen Moleküle für die Ammoniak- und Stahlproduktion sowie andere Industrien. Im Weltraum benötigen wir große Mengen Wasserstoff für Raketentreibstoff und Lebenserhaltungssysteme. Unsere Technologie könnte Raketentreibstoff auf dem Mars produzieren.“ An example of Elementarhy fully customizable e|MEA. Photo credit: Elementarhy ©2025 Elementarhy nutzt Deep-Tech, um grünen Wasserstoff skalierbar und wettbewerbsfähig zu machen. Ihr Ansatz konzentriert sich auf die maßgeschneiderte Herstellung der Grundkomponente eines Elektrolyseurs – der MEA – mit deutlich weniger kritischen Rohstoffen und beeindruckenden Leistungswerten. Der modulare Aufbau der e|MEA von Elementarhy bedeutet, dass Elektrolyse-Hersteller die Flexibilität haben, jedes Schichtdesign an spezifische Bedürfnisse und Betriebsbedingungen anzupassen. Durch diese Anpassungsfähigkeit kann die e|MEA in verschiedenen Anwendungen und Umgebungen eingesetzt werden. Mit diesen Innovationen macht Elementarhy die Wasserstoffproduktion nicht nur effizienter und kostengünstiger, sondern gestaltet auch die Zukunft der Wasserstofftechnologie für Erde und Weltraum neu.  Wozu diese Technologie? Und warum jetzt?  Der Zeitpunkt des Durchbruchs von Elementarhy könnte nicht entscheidender sein. Während die globale Nachfrage nach Wasserstoff wächst, stoßen herkömmliche Produktionsmethoden auf große Hindernisse, darunter hohe Kosten, begrenzte Rohstoffe und Umweltbedenken. Arne hebt die wirtschaftlichen und nachhaltigen Vorteile ihrer Technologie hervor: „Als Wirtschaftswissenschaftler finde ich es sehr spannend, mit weniger mehr zu erreichen. Die Nachfrage nach diesen kritischen Rohstoffen ist enorm, und wir müssen sie so effizient wie möglich nutzen. Mit unserem fortschrittlichen Plasma-Beschichtungsverfahren …“ Gustav ergänzt: „Traditionelle Elektrolysetechnologie basiert auf chemischen Prozessen, aber wir nutzen ein Vakuumverfahren, das auch im Weltraum angewendet werden kann, um Atome zu bewegen. Es ist ein viel gezielterer Ansatz, um die Technologie materialeffizienter zu machen. Das ist das Hauptziel.“  Der nächste Schritt: Von der Erde ins All  Während sich Elementarhy zunächst auf terrestrische Anwendungen konzentrierte, war das Potenzial für den Weltraum schon immer Teil der Vision. „Wir haben mit der Erde begonnen, weil die Anwendung hier dringend benötigt wird“, sagt Gustav. „Aber diese Technologie stammt eigentlich aus dem Weltraumsektor – das ist sozusagen ihre Heimat.“ Da die Raumfahrtindustrie die Erschließung von Mond und Mars vorantreibt, ist Elementarhy ideal positioniert, um die Wasserstoffproduktion außerhalb der Erde zu unterstützen. Arne erläutert: „Im Weltraum herrschen andere Bedingungen. Auf der Erde steigen Wasserstoffblasen immer nach oben. Aber im Weltraum gibt es kein ‚oben‘ – also müssen wir die Technologie entsprechend anpassen. Mit unserem Vakuumverfahren ist das kein Problem mehr.“ Wasserstoff wird eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung menschlicher Präsenz auf Mond und Mars spielen – als Sauerstoffquelle für Astronauten, Treibstoff für Raketen und dezentrale Energiespeicherung für zukünftige Weltraumkolonien. „Wir sagen immer, dass unsere Technologie ‚Technologie ermöglicht‘“, betont Gustav. „Von allen Sektoren, die wir beliefern können, ist der Weltraum einer der spannendsten. Man kann sie nutzen, um Satelliten zu bewegen, Sauerstoff im All zu produzieren und zukünftige Weltraummissionen anzutreiben.“  ESA BIC Northern Germany – Ein neues Kapitel  Die Aufnahme von Elementarhy in das Business-Inkubationsprogramm ESA BIC Northern Germany für junge Weltraum-Startups markiert einen wichtigen Schritt auf der Reise des Teams. „Ich habe ESA BIC online und in den Nachrichten gesehen“, erinnert sich Gustav. „Ich habe auch mit Leuten aus der Raumfahrtbranche gesprochen, die sagten, dass es nicht wirklich um Finanzierung geht, sondern

Wenn Nachfolge auf Gründung trifft: Fly & Surv Spezialabend im InnovationPort

Am 18. Juni 2025 öffnete der InnovationPort Wismar erneut seine Türen für eine besondere Community: Gründer:innen, Nachfolger:innen und wirtschaftlich interessierte Akteur:innen der Region trafen sich zur Sonderausgabe von Fly & Surv. Unter dem Titel „Wenn Nachfolge auf Gründung trifft“ widmete sich das Event einem hochaktuellen Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt – der Übergabe und Neuerschaffung von Unternehmen im Kontext strukturellen Wandels. Die Veranstaltung fand in enger Zusammenarbeit mit der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft e.V. (WWG) statt, die nicht nur konzeptionell, sondern auch operativ und kulinarisch entscheidend zum Erfolg des Abends beitrug. Impulse, Synergien und neue Perspektiven Die Eröffnung durch Doreen Heydenbluth-Peters (InnovationPort) und Jörg Denecke (WWG) setzte gleich zu Beginn ein klares Signal: Unternehmensnachfolge darf nicht losgelöst von Gründung gedacht werden. Beide Prozesse sind Teil eines Kontinuums, in dem Wissen, Verantwortung und Innovationskraft weitergegeben werden. Besonders betont wurde, wie wertvoll es ist, wenn junge Gründungsideen auf bestehende Unternehmensstrukturen treffen – und daraus Neues entsteht. Das Event war so konzipiert, dass es nicht nur Information, sondern auch echte Begegnung ermöglichte. In einem lockeren, aber strukturierten Rahmen wurde ein Raum für Inspiration, interdisziplinären Austausch und Erfahrungsweitergabe geschaffen. Dass dies gelungen ist, bestätigten zahlreiche Gespräche und Rückmeldungen im Verlauf des Abends. Fachimpulse aus erster Hand Im Zentrum des Abends stand ein praxisnahes Podiumsgespräch, das zentrale Herausforderungen, Strategien und Lösungsansätze in der Unternehmensnachfolge thematisierte. Drei ausgewiesene Experten gewährten pointierte Einblicke in ihre jeweiligen Arbeitsbereiche: „Es gibt über 1500 Unternehmen in MV, die akut eine Nachfolge suchen.“ — Frank Bartelsen, Nachfolgezentrale MV Die Beiträge des Podiums machten eines besonders klar: Unternehmensnachfolge ist keine reine Verwaltungsaufgabe – sie ist ein Prozess mit emotionaler, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Tragweite. Gründungspitches mit persönlichem Tiefgang Im Anschluss wechselte das Format in den interaktiven Modus: Zwei Gründerinnen präsentierten ihre ganz eigenen Wege ins Unternehmertum. Rike Bellmann (Grevesmühlen) und Svenja Mischur zeigten in jeweils kurzen, persönlichen Pitches, welche Gründungsidee sie verfolgen und wie weit sie damit sind. Community-Dialog in Kleingruppen Nach den Impulsen verlagerte sich der Schwerpunkt auf den offenen Austausch. In Kleingruppen diskutierten Vertreter:innen aus Wirtschaft, Netzwerken und Institutionen gemeinsam mit den Teilnehmenden zentrale Fragestellungen: Welche Unterstützungsformate werden gebraucht? Wie kann das Matching zwischen Nachfolger:innen und Unternehmer:innen in der Praxis gelingen? Und was können regionale Netzwerke konkret leisten, um unternehmerisches Engagement zu fördern? Diese Dialogform ermöglichte einen niederschwelligen Zugang zum Thema Nachfolge und Gründung, förderte den Wissenstransfer und schuf gleichzeitig Raum für neue Partnerschaften. Viele der Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen, konkrete Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen einzubringen. InnovationPort-Rundgang & informelles Networking Gegen 18:45 Uhr begann der gemeinsame Rundgang durch den InnovationPort. In Kleingruppen erkundeten die Gäste die verschiedenen Räume und Stationen. Dabei entstanden spontane Gespräche, neue Bekanntschaften und vertiefte Einsichten in das Ökosystem des Standorts. Abgerundet wurde der Abend durch einen entspannten Ausklang bei Abendimbiss und Getränken. Die offene Atmosphäre förderte informelles Networking, und viele Gespräche wurden in entspannter Stimmung weitergeführt. Besonders positiv aufgenommen wurde die Mischung aus Programmstruktur und Raum zur freien Begegnung – ein Format, das laut Rückmeldung vieler Gäste zur Wiederholung einlädt. Ausblick: Nächste Termine & Formate Bereits jetzt blickt das Team des InnovationPorts gemeinsam mit der WWG auf die kommenden Veranstaltungen: Beide Formate greifen das Prinzip interaktiver Community-Abende auf und werden gezielt weiterentwickelt, um aktuellen Fragestellungen im Innovationskontext zu begegnen.