Der Regionale Beirat des InnovationPorts Wismar

Mitdenken. Mitgestalten. Mitverantworten. Innovation entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Wo Perspektiven aufeinandertreffen, Denkprozesse offen bleiben dürfen und Neues nicht nur gedacht, sondern ausprobiert wird. Genau hier setzt der Regionale Beirat des InnovationPorts Wismar an. Seit 2020 begleitet uns dieses Gremium mit wertvoller Expertise, klarem Blick von außen und einem gemeinsamen Gestaltungswillen für Wismar und die Region Nordwestmecklenburg. Für uns ist der Beirat kein formales Beratungsgremium, sondern ein strategischer Resonanzraum – auf Augenhöhe, mit Haltung und mit dem Anspruch, Dinge weiterzubringen. Was ist der Regionale Beirat? Der Regionale Beirat vereint engagierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Unternehmertum aus der Hansestadt Wismar und dem Landkreis Nordwestmecklenburg. Dazu gehören Vertreter:innen der Kommunalpolitik aus Wismar und Grevesmühlen, Akteur:innen der Wirtschaftsförderungen, der Industrie- und Handelskammer, der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft, der Digitalen Stadt Grevesmühlen, Kolleg:innen der Hochschule Wismar sowie Unternehmer:innen und Innovationsakteur:innen aus der Region. Bewusst binden wir zudem immer eine Stimme aus der Start-up-Community ein. Was dieses Gremium auszeichnet, ist seine Vielfalt – und ein gemeinsames Verständnis davon, was Innovation heute braucht: offene Räume, ehrliches Feedback, strategisches Denken und den Mut zur Umsetzung. Ein Ort für unfertige Gedanken Der InnovationPort ist genau ein solcher Ort.Mitten am Alten Hafen der Hansestadt Wismar. Barrierefrei erreichbar. Offen für neue Perspektiven. Als Einrichtung der Hochschule Wismar getragen vom Commitment der Hansestadt und unterstützt durch das Engagement der Hochschule – und konsequent ausgerichtet an den Bedarfen unserer Community. Wir sind überzeugt: Es braucht Orte, an denen hinterfragt werden darf. An denen Ideen noch nicht abgeschlossen sein müssen, sondern wachsen dürfen. Orte, an denen Denkprozesse bewusst offen bleiben, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. Dank der Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds können wir bis Sommer 2028 ein kostenfreies Beratungs- und Begleitangebot für Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen aus der Region anbieten. Diese Förderung ermöglicht es uns, Innovationskraft zu bündeln, Know-how zu kanalisieren und neue Formate zu entwickeln – pragmatisch, bedarfsorientiert und umsetzungsnah. Der Beirat als Resonanzraum Seit 2020 begleitet der Regionale Beirat diese Entwicklung kontinuierlich. In verschiedenen Meetings kommen Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmertum zusammen. Der Austausch ist klar, ehrlich und lösungsorientiert – mit dem gemeinsamen Ziel, den InnovationPort strategisch weiterzuentwickeln und seine Wirkung in die Region hinein zu verstärken. Der Beirat gibt Impulse, hinterfragt, schärft und stärkt. Gleichzeitig ist er Teil eines Umfelds, das Innovation nicht verwaltet, sondern lebt. Mitwirkung im Beirat bedeutet aktive Teilhabe an einem besonderen Ort, an dem Zukunft gestaltet wird – nicht abstrakt, sondern konkret. Was wir gemeinsam bewegt haben Die Zusammenarbeit zeigt Wirkung – leise, kontinuierlich und nachhaltig.Gemeinsam mit dem Regionalen Beirat haben wir in den vergangenen Jahren unterschiedliche Formate entwickelt und weiterentwickelt, um Zukunftsthemen für Wismar und die Region sichtbar zu machen und in die Umsetzung zu bringen. Dazu gehören unter anderem: All diese Formate eint ein gemeinsamer Anspruch: Innovation als Arbeitsweise zu verstehen – offen, dialogisch, praxisnah und umsetzungsorientiert. Der InnovationPort ist dabei Motor, Möglichkeitsraum und Knotenpunkt zugleich. Hier wird Innovationskraft gebündelt und weitergetragen. Der Beirat begleitet diesen Prozess strategisch, bringt zusätzliche Perspektiven ein und profitiert zugleich von einem hochdynamischen, professionellen Innovationsumfeld. Danke für das gemeinsame Gestalten Eine Idee lebt nicht von Einzelnen. Sie lebt von Menschen, die sie mittragen, kritisch begleiten, weiterdenken und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dafür sagen wir Danke.Danke an alle Beiratsmitglieder für das Vertrauen, die Zeit, das Engagement und die Bereitschaft, diesen Weg mit uns zu gehen. Für ehrliches Feedback, konstruktive Impulse und ein starkes Miteinander in einem öffentlichen Raum, der Innovation ermöglicht und fordert. Was vor uns liegt Im Juni endet unsere aktuelle Förderlaufzeit – und zugleich beginnt eine neue Phase. Bis Juni 2028 werden wir den InnovationPort weiterentwickeln, seine Sichtbarkeit stärken und seine Rolle als erste Anlaufstelle für innovative Denk- und Entwicklungsprozesse in Wismar und der Region weiter festigen. Auch der Regionale Beirat wächst und ist gewachsen – mit neuen Perspektiven, neuen Ideen und dem klaren Willen zur Umsetzung. Denn die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht im Alleingang lösen. Sie brauchen Kooperation statt Konkurrenz, Resonanz statt Routine und Gestaltungsfreude statt Zuständigkeit. Wir freuen uns auf die nächste Phase. Denn:Wer Zukunft will, muss Räume öffnen. Für Menschen, Ideen und echtes Miteinander. Der Regionale Beirat des InnovationPorts Wismar besteht aus Vertreter:innen: Kommunalpolitik Wirtschaft & Verbände Wirtschaftsförderung & regionale Entwicklung Wissenschaft & Hochschule Wismar Unternehmertum & Community
Finanzierung und Förderung für Gründungen

Am 19.11.2025 fand im InnovationPort Wismar ein Gründungsworkshop unter Beteiligung der IHK zu Schwerin, des DIZ Rostock, der RSI Hochschule Wismar, der WEMAG sowie der GSA statt. Gründungsinteressierte konnten hier einen umfassenden Einblick gewinnen in Fördermöglichkeiten, Finanzierungswege und die ersten Schritte der Unternehmensgründung. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Clemens Grapentin vom InnovationPort Wismar. In einer praxisnahen und offenen Atmosphäre erhielten die Teilnehmenden wertvolle Hinweise und konkrete Empfehlungen von Expertinnen und Experten aus der Region. Der Vormittag bot zudem viel Raum für Austausch und individuelle Fragen. Die Referent/innen waren: Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein gut vernetztes regionales Unterstützungsangebot für den Start in die Selbstständigkeit ist. Alle Referentinnen und Referenten machten deutlich, dass Gründerinnen und Gründer in Mecklenburg-Vorpommern auf starke Partner zählen können. Wir danken allen Beteiligten und freuen uns auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Reihe. Ihre GSA Sie wollen mehr über die Fördermöglichkeiten der GSA erfahren? Unter unserer zentralen Telefonnummer +49 385 55775-510 beraten wir Sie gern zu den Förderangeboten der GSA.
Jahresrückblick 2025

Innovation Port – gemeinsam Zukunft gestalten Ein intensives, bewegtes und zugleich sehr erfüllendes Jahr liegt hinter uns.Der Innovation Port war auch 2025 ein offener Raum für Austausch, Lernen und gemeinsames Gestalten – für Menschen, Teams, Organisationen und Ideen aus Stadt, Land, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Begleiten, befähigen, umsetzen In Sprechstunden, individuellen Coachings und der Projektbegleitung haben wir Teams aus Gemeinden, Kommunen, sowie unseren regionalen Unternehmen unterstützt.Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der digitalen Transformation: neue Tools, neue Führungs- und Arbeitskulturen, strukturierte und agile Arbeitsweisen, veränderte Teamdynamiken sowie neue Abstimmungs- und Entwicklungsprozesse. Unser Anspruch dabei: klar, praxisnah und immer gemeinsam mit den Menschen, die Veränderung konkret gestalten. Innovation als kontinuierlichen Prozess verstehen In unseren Megatrends-Workshops und im Future-Management haben wir gemeinsam mit Teams daran gearbeitet, Innovation dauerhaft in den Arbeitsalltag zu integrieren.Innovation verläuft nicht linear. Sie lebt vom Wechsel zwischen Ideen entwickeln, ausprobieren, testen, weiterentwickeln, wachsen – und auch dem bewussten Wahrnehmen von Stagnation, aus der Neues entstehen kann. Gerade diese experimentelle Phase kommt im Alltag oft zu kurz, weil operative Anforderungen dominieren. Hier setzen wir an: mit Arbeitsweisen und Instrumenten, die Raum schaffen für Reflexion, Erneuerung und mutiges Weiterdenken. Gründungen begleiten – Community stärken Auch in diesem Jahr haben wir zahlreiche Gründungsteams intensiv begleitet – fachlich, strategisch und operativ. Viele Teams sind über erste Prototypen hinausgewachsen und haben ihre Vorhaben weiter geschärft und professionalisiert. Ein besonderer Dank gilt Cora und Clemens, die im Gründungsmanagement mit großer fachlicher Tiefe, Klarheit und Engagement gearbeitet haben. In unseren Buddy-Treffen unterstützen sich die Teams gegenseitig, teilen Erfahrungen und lernen voneinander. So wächst unsere Community stetig – getragen von Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung. Lernen aus der Praxis – Hands-on-Formate Ergänzt wird unsere Arbeit durch regelmäßige Hands-on-Workshops und Seminare, die wir gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis umsetzen.Hier werden unterschiedlichste Themen konkret, verständlich und direkt anwendbar vermittelt – Lernen, das wirkt und im Arbeitsalltag ankommt. Digitale Kompetenz gemeinsam weiterentwickeln Aus wiederkehrenden Fragestellungen in unseren Sprechstunden sind neue Formate entstanden: Diese Formate werden maßgeblich von unseren IT-Profis Cedric und Mirko geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Sie stehen exemplarisch für das, was den Innovation Port ausmacht: Expertise teilen, Wissen öffnen, gemeinsam weiterdenken. Regionale Highlights und starke Netzwerke Zwei regionale Innovationskonferenzen waren erneut besondere Höhepunkte: Ein weiteres Highlight war der dreitägige MAKEathon zur Informationslogistik in Wismar. Hier sind erste belastbare Erkenntnisse und überraschend weit entwickelte Lösungsansätze entstanden. 2026 werden wir diese gemeinsam mit unseren Stakeholdern weiter diskutieren und in die Umsetzung bringen. Strategisch begleitet Ein besonderer Dank gilt unserem Beirat, der uns bei strategischen Fragen, Weichenstellungen und Perspektivwechseln stets klug, kritisch und konstruktiv zur Seite steht. Diese kontinuierliche Begleitung ist ein wichtiger Anker für unsere Arbeit – und gibt uns Rückenwind für neue Wege. Blick nach vorn Mit unserer Lotsin Antje werden wir künftig auch den ländlichen Raum noch stärker erschließen und begleiten.Gleichzeitig bleiben wir eng vernetzt im Digitalen MV und mit unserer Family Digitales MV – über regionale Grenzen hinaus. Über 3.000 Teilnehmende haben in diesem Jahr unsere Angebote genutzt. Viele konnten bei uns Orientierung finden, neue Perspektiven entwickeln oder den Mut fassen, Dinge anders zu denken und zu machen. Wir sagen Danke – für Vertrauen, Offenheit und Zusammenarbeit.Mit Haltung, Neugier und einer guten Portion Gelassenheit blicken wir nach vorn. Unser Jahr in Bildern Wem Worte allein nicht reichen:👉 Unser Jahresrückblick als Film zeigt Eindrücke, Begegnungen und Momente dieses Jahres. Wir freuen uns auf 2026.Und darauf, gemeinsam weiter Zukunft zu gestalten. Beitrag für digitales MV Jahresrückblick 2025 Digitales MV – Innovation gemeinsam gestalten 2025 war ein Jahr der Bewegung, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Lernens.Im Digitalen MV haben wir Innovation nicht isoliert gedacht, sondern als vernetztes Zusammenspiel von Menschen, Organisationen, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft. Einer der zentralen Orte dieses Wirkens war das Digitale Innovationszentrum Wismar, der InnovationPort. Räume für Umsetzung und Orientierung Das Digitale Innovationszentrum Wismar war auch in diesem Jahr ein offener Anlaufpunkt für digitale Fragestellungen. In Sprechstunden, Coachings und der Projektbegleitung wurden Teams aus Kommunen, Unternehmen und Institutionen dabei unterstützt, digitale Herausforderungen strukturiert anzugehen – von neuen Arbeits- und Führungsmodellen bis hin zu agilen Prozessen und zeitgemäßen Formen der Zusammenarbeit. Dabei ging es nicht um schnelle Lösungen, sondern um tragfähige Wege in einem zunehmend komplexen digitalen Alltag. Innovation als kontinuierlicher Prozess In Workshops zu Megatrends und im Future-Management wurde deutlich: Innovation ist kein Projekt mit Enddatum. Sie lebt vom stetigen Wechsel zwischen Ideen entwickeln, ausprobieren, testen, weiterentwickeln und erneuern.Gerade im Spannungsfeld zwischen Tagesgeschäft und Zukunftsfragen braucht es Formate, die diesen Prozess bewusst ermöglichen. Das Digitale Innovationszentrum Wismar schafft hierfür Räume, Methoden und Strukturen – praxisnah und anschlussfähig für den Arbeitsalltag. Gründungen, Community und gegenseitige Unterstützung Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begleitung von Gründungsteams. Viele Vorhaben konnten weiterentwickelt, geschärft und professionalisiert werden.Ergänzt wurde dies durch Community-Formate, in denen sich Teams gegenseitig unterstützen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen. So entsteht ein wachsendes Netzwerk, das Innovation gemeinsam trägt. Lernen aus der Praxis Regelmäßige Hands-on-Workshops und Seminare mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis machten digitale Themen greifbar und anwendbar.Zusätzlich wurden offene Formate etabliert, die den Austausch zu konkreten technischen Fragestellungen fördern und den schnellen Wandel der digitalen Welt gemeinsam einordnen. Regionale Highlights mit überregionaler Strahlkraft Zu den Höhepunkten des Jahres zählten zwei regionale Innovationskonferenzen, die Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammenbrachten.Besondere Aufmerksamkeit erhielt zudem die Innovationskonferenz im Themenfeld Luft- und Raumfahrt, die die Arbeit im ESA BIC Northern Germany sichtbar machte und Perspektiven für weitere Förderungen eröffnete. Ein weiteres Highlight war der dreitägige MAKEathon zur Informationslogistik in Wismar, bei dem in kurzer Zeit überraschend weit entwickelte Lösungsansätze entstanden sind. Diese Ergebnisse werden 2026 gemeinsam mit relevanten Stakeholdern weiter diskutiert und vertieft. Strategisch verankert, regional vernetzt Begleitet wird die Arbeit des Digitalen Innovationszentrums Wismar durch einen regionalen Beirat, der strategische Perspektiven einbringt, Impulse setzt und zur Weiterentwicklung des Standortes beiträgt. Ein starkes Jahr – ein gemeinsamer Ausblick Über 3.000 Teilnehmende haben 2025 Angebote des Digitalen Innovationszentrums Wismar genutzt. Viele fanden hier Orientierung, neue Perspektiven oder den Mut, digitale Veränderung aktiv anzugehen. Das Digitale MV dankt allen Beteiligten für Vertrauen, Engagement und Zusammenarbeit.Mit Neugier, Vernetzung
Zukunft der Innenstadt: Wismar setzt auf smartes Informationsmanagement

Wie schaffen wir eine schlaue Informationslogistik für unsere Hansestadt? In einer Zeit von MultiChannels, personalisierten Algorithmen und einer überbordenden Informationsflut ist es längst nicht mehr sicher, dass städtische Informationen dort ankommen, wo sie sollen: bei unseren Bürger:innen. Der Bedarf ist groß – und genau deshalb haben wir uns bewusst gegen einen klassischen Hackathon entschieden und für ein Format, das tiefer geht. Vier Gruppen, ein Ziel: Zielgruppen wirklich verstehen Beim MAKEATHON 2025 haben wir uns intensiv in die Bedürfnisse der Menschen hineingearbeitet, die Informationen geben – und derjenigen, die Informationen benötigen. Hierfür haben wir vier Gruppen gebildet, die jeweils eine klar definierte Nutzergruppe in den Fokus nahmen: Besonders spannend:Die IT-Gruppe verstand sich als übergeordnete Klammer, die sich während des gesamten Prozesses eng mit allen Teams austauschte. So entstanden tiefe Bedarfsanalysen und Lösungsansätze, die nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern aus der Realität der Menschen heraus gedacht wurden. Impulsstark gestartet – mutig präsentiert Der MAKEATHON 2025 startete mit starken Impulsen und fundiertem Fachinput.Ein herzliches Dankeschön an: Sie alle haben eindrucksvoll aufgezeigt, wie moderne IT-Lösungen entwickelt werden können. Drei Tage lang arbeiteten die Teams intensiv und wurden durch unsere InnovationPort-Crew fachlich, didaktisch und methodisch eng begleitet. Damit wurde der MAKERTORN gleichzeitig auch zu einer Fortbildung im modernen Innovationsmanagement – inklusive Design Thinking, agilen Methoden und kreativer Tools. Das große Finale: Anders denken, anders aussehen Am Freitag stand das Finale an – und wir wollten bewusst anders sein.Nicht, weil Karneval war.Sondern weil Mut manchmal bedeutet: Die Teams haben diesen Spirit aufgenommen und Präsentationen geschaffen, die weit über PowerPoint hinausgehen:energetisch, mutig, kreativ, voller Input und Herzblut. Und die Jury?Begeistert.Fast schon Standing Ovations. Warum?Weil es nicht darum ging, wer gewinnt – sondern was wir gemeinsam gewinnen.Beim MAKERTORN gibt es keine Plätze 1–2–3.Es gibt Erkenntnisse, Wertschätzung und Applaus für alle. Danke – und wie es weitergeht Ein großes Dankeschön geht an unsere Praxispartner, Expert:innen und die Jury, die diese drei Tage begleitet und unterstützt haben. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere strategische Arbeit ein.Es wird eine Arbeitsgruppe geben.Und wir bleiben dran – im Maschinenraum, mit Mut, Kreativität und dem festen Willen, die Informationslogistik in Wismar weiterzudenken. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Ein ausführlicher Rückblick folgt in Kürze. Bis dahin, sieh` Dir die Bilder der 3 Tage an. Galerie
Rückblick – Regionalkonferenz 2025 Gemeinsam Impulse aus MV für Luft- und Raumfahrt – Perspektiven eröffnen & gestalten

Zukunft entsteht durch Zusammenarbeit – dieses Motto war auf der Regionalkonferenz 2025 in Wismar nicht nur ein Leitgedanke, sondern wurde auf allen Ebenen spürbar. Forscher:innen, Unternehmensvertreter:innen, Gründer:innen, Studierende und Entscheidungstragende aus der Politik kamen zusammen, um sich über aktuelle technologische Entwicklungen, konkrete Innovationsprojekte und gemeinsame Perspektiven in der Luft- und Raumfahrtbranche in Mecklenburg-Vorpommern auszutauschen. Die Veranstaltung bot nicht nur spannende Vorträge und Panels, sondern ermöglichte durch interaktive Technologiedemonstrationen und gezielte Netzwerkformate einen besonders praxisnahen Zugang zu Zukunftsthemen. Begrüßung und Eröffnung Der offizielle Start der Konferenz erfolgte durch Prof. Dr. Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule Wismar. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung universitärer Forschung für die Innovationsentwicklung in der Region hervor. Daran anschließend übermittelte Eva-Maria Flick vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV ein Grußwort der Landesregierung. Sie betonte den hohen Stellenwert von Technologie- und Fachkräfteförderung für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns und lobte die Hochschule Wismar als Leuchtturm für angewandte Wissenschaften. Ein Jahr ESA BIC MV: Status, Wirkung und Perspektiven Im ersten Podium unter dem Titel „Ein Jahr ESA BIC in MV – Rückblick & Ausblick“ reflektierten Dr. Dorothee Wetzig (IHK zu Schwerin), Holger Oelze (ZARM Technik AG / AVIASPACE Bremen) und Dominik Paa (ESA BIC Koordinator für Norddeutschland) die Rolle des ESA Business Incubation Centre. Die Diskussion unter Moderation von Doreen Heydenbluth-Peters zeigte eindrucksvoll, wie das Programm Start-ups im Bereich Raumfahrttechnologie gezielt unterstützt, vernetzt und beschleunigt. Besonders hervorgehoben wurden konkrete Gründungsbeispiele aus der Region sowie die langfristige strategische Bedeutung des ESA BIC MV für die wirtschaftliche Entwicklung. Panel 1: Technologischer Fortschritt aus Forschung und Praxis Das erste Fachpanel lieferte faszinierende Einblicke in aktuelle Innovationsprojekte: FERCHAU GmbH präsentierte mit der „LiquiDrone“ eine auf flüssigem Wasserstoff basierende Drohne, die mit einer beeindruckenden Flugzeit von zehn Stunden neue Einsatzmöglichkeiten in Zivilluftfahrt und Infrastrukturüberwachung erschließt. Orbit Recycling stellte seine Forschung zur Wiederverwertung von Weltraumschrott für den Aufbau von Infrastruktur auf dem Mond vor und gab Einblick in die eigene Regolith-Testanlage in Rostock-Laage. Prof. Dr. Schimmelpfennig von der Hochschule Wismar führte in die Arbeit des ProTecWAVE Forschungszentrums ein, das sich auf Hightech-Verfahren zur Präzisionsbearbeitung spezialisiert hat. NEW AIM3D demonstrierte anhand industrieller Anwendungsbeispiele, wie granulatbasierter 3D-Druck die Herstellungskosten von Raumfahrtkomponenten drastisch senken kann. Mittagspause mit Networking, Ausstellungen und VR-Erlebnis Die Mittagspause war mehr als nur ein kulinarisches Intermezzo. Sie wurde zur aktiven Austauschplattform: Forschende diskutierten mit Start-ups, Gründer:innen vernetzten sich mit potenziellen Partnern und Studierende kamen mit künftigen Arbeitgebern ins Gespräch. Besonders aufmerksamkeitsstark war das omnidirektionale Laufband von Xelerate VR, das nicht nur ausgestellt, sondern auch direkt ausprobiert werden konnte. Das immersive Erlebnis faszinierte und wurde zum Gesprächsthema unter Technikaffinen. Panel 2: Start-up-Präsentationen aus dem ESA BIC MV Im zweiten Fachblock standen junge Unternehmen und ihre Innovationen im Mittelpunkt: elementarhy GmbH arbeitet an einer revolutionären Wasserstofftechnologie mit speziellen MEAs (Membran-Elektroden-Einheiten), die besonders leicht, langlebig und ressourcenschonend sind. Erste Tests erfolgten sogar unter Mikrogravitation. JDS GmbH stellte ihre hochresiliente GNSS-Messstation vor, die gegen Spoofing und Jamming immunisiert ist und z. B. in Häfen und kritischer Infrastruktur Anwendung finden kann. Xelerate VR überzeugte nicht nur mit einem Pitch, sondern ermöglichte gleich vor Ort ein aktives Erlebnis ihrer Trainingsplattform auf Basis eines omnidirektionalen Laufbands. PurgeFlow präsentierte ein automatisiertes Formiergassystem, das besonders bei der Verarbeitung von Titan und Aluminium perfekte Schweißnähte ermöglicht – essenziell für den Einsatz in Luft- und Raumfahrt. Coher Sense UG beeindruckte mit kompakten optischen Sensoren zur Laserüberwachung in Quantencomputern, die hochpräzise und skalierbar sind. Xelerate VR live erleben: Technik, die bewegt Ein absolutes Highlight des Tages war die Technologie von Xelerate VR. Das VR-Laufband ermöglichte eine intuitive Bewegungserfassung in virtuellen Räumen und war sowohl für Gaming als auch für sicherheitskritische Trainingsszenarien (z. B. Feuerwehr, Polizei, Astronauten) von Interesse. Besucher:innen konnten sich vor Ort direkt davon überzeugen, wie immersiv und realitätsnah sich künftige Simulationen gestalten lassen. Diese Technologie wurde nicht nur als Erlebnis, sondern auch als wertvolle Zukunftsanwendung diskutiert. Abschlusspodium: Reflexion und strategischer Ausblick Im letzten Programmpunkt reflektierten Sher, Wetzig, Paa und Oelze die Ergebnisse der Konferenz. Moderiert von Doreen Heydenbluth-Peters wurden konkrete Vorschläge zur weiteren Vernetzung forschungsaffiner KMU diskutiert. Themen wie Zugang zu Fördermitteln, Standortvernetzung und Nachwuchsförderung spielten dabei eine zentrale Rolle. Es wurde deutlich: Der Innovationsstandort MV ist auf einem guten Weg, braucht aber kontinuierliche Unterstützung und gezielte Plattformen wie diese Konferenz. Fazit: Innovationskultur live erleben und mitgestalten Die Regionalkonferenz 2025 zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der Region schlummert. Studierende erhielten nicht nur Einblicke in aktuelle Projekte, sondern konnten direkt Kontakte zu Industrie, Forschung und Gründungsszene knüpfen. Technologien wurden nicht abstrakt vorgestellt, sondern praktisch demonstriert und kritisch diskutiert. Die Kombination aus Input, Austausch und Erlebnischarakter machte die Konferenz zu einem wertvollen Format für alle, die an der Zukunft von Technologie und Gesellschaft aktiv mitwirken wollen.
Elementarhy: Das Startup, das Wasserstofftechnologie der nächsten Generation auf die Erde und ins All bringt

Eine Revolution in der sauberen Energie ist im Gange – und an vorderster Front steht Elementarhy, ein neues Startup im ESA BIC Northern Germany. Mit dem Ziel, die Wasserstoffproduktion durch modernste Membran-Elektroden-Anordnungstechnologie (MEA) neu zu definieren, bringt Elementarhy nachhaltige Energielösungen nicht nur auf die Erde, sondern auch ins Weltall. Durch die drastische Verbesserung der Effizienz und Skalierbarkeit der Wasserelektrolyse stellt sich das Team hinter Elementarhy einer der größten Herausforderungen der Energiewende: sauberen, kosteneffizienten Wasserstoff zu produzieren – bei gleichzeitiger Reduzierung der Abhängigkeit von knappen Rohstoffen. Mit der Unterstützung des ESA BIC Norddeutschland bereitet sich Elementarhy nun darauf vor, seine Technologie für Anwendungen im Weltraum anzupassen – wo Wasserstoff zum Schlüsselfaktor für die Erkundung fremder Welten, Satellitenantriebe und die Produktion von Treibstoff außerhalb der Erde werden könnte. Eine Freundschaft, die Innovation entfachte Elementarhy ist die Idee von Arne Birth und Dr. Gustav Sievers, zwei langjährigen Freunden mit einer gemeinsamen Leidenschaft für Energielösungen und Wassersport. „Gustav und ich kennen uns seit über 20 Jahren – wir haben an derselben Universität studiert, allerdings in unterschiedlichen Fachrichtungen“, erklärt Arne Birth. „Ich habe Betriebswirtschaftslehre und Geographie studiert, während Gustav Umweltwissenschaften belegte. Schon damals verband uns zwei Leidenschaften: neue, saubere Energielösungen und eine Liebe zum Wassersport. Wir haben diese Leidenschaften mit Gustavs Expertise in der Elektrochemie kombiniert, um eine neue Technologie zur Wasserstoffgewinnung zu entwickeln.“ Für Gustav Sievers begann die Reise in die Wasserstofftechnologie vor fast einem Jahrzehnt. „Während meines Studiums entdeckte ich die Technologie erstmals – vor fast zehn Jahren – und entwickelte sie im Rahmen meiner Umweltstudien in Kopenhagen weiter.“ Obwohl sie zunächst unterschiedliche Karrierewege einschlugen – Gustav in der wissenschaftlichen Forschung und Arne in der Wirtschaft und chemischen Industrie – fanden sie 2022 wieder zusammen, als Arne einen Ausstieg aus der Öl- und Gasbranche suchte. „Am 24. Februar 2022 war mir klar, dass ich mich von der Öl- und Gasindustrie lösen und eine sicherere und nachhaltigere Energie- und Edelmetallversorgung aufbauen wollte. Ich kontaktierte Gustav, und er erzählte mir, dass er dringend Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung für seine Technologie benötigte, um sie zu kommerzialisieren.“ Die Idee von Elementarhy war somit geboren. Die bahnbrechende Technologie, die alles verändert Im Kern der Innovation von Elementarhy steht die Membrane Electrode Assembly (MEA), eine Schlüsselkomponente der Protonenaustauschmembran-Elektrolyse (PEM). Diese Technologie spaltet Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff und bietet eine saubere, effiziente und hochskalierbare Methode zur Herstellung von Wasserstoff. „Es ist wie ein Sieb“, erklärt Gustav. „Wir liefern eine fünflagige Membran, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff trennt.“ Die 5-lagige e|MEA-Membran-Elektroden-Einheit von Elementarhy bietet mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen MEA-Designs. Durch den Einsatz ultradünner Katalysatoren konnte der Iridiumverbrauch um das 20-fache – auf etwa 5 % – reduziert werden, bei gleicher Leistung. Dieser Durchbruch macht die Technologie skalierbarer und hilft, Engpässe zu vermeiden – entscheidend, da die Nachfrage nach Wasserstofflösungen weiter wächst. „Iridium stammt eigentlich aus dem Weltraum – es gelangt durch Asteroiden auf die Erde – und derzeit stehen uns nur acht Tonnen pro Jahr zur Verfügung. Wenn wir diese Technologie hochskalieren wollen, müssen wir viel weniger verbrauchen“, erklärt Gustav. „Auf der Erde haben wir das Problem, dass wir nicht alles elektrifizieren können – wir brauchen Moleküle für die Ammoniak- und Stahlproduktion sowie andere Industrien. Im Weltraum benötigen wir große Mengen Wasserstoff für Raketentreibstoff und Lebenserhaltungssysteme. Unsere Technologie könnte Raketentreibstoff auf dem Mars produzieren.“ An example of Elementarhy fully customizable e|MEA. Photo credit: Elementarhy ©2025 Elementarhy nutzt Deep-Tech, um grünen Wasserstoff skalierbar und wettbewerbsfähig zu machen. Ihr Ansatz konzentriert sich auf die maßgeschneiderte Herstellung der Grundkomponente eines Elektrolyseurs – der MEA – mit deutlich weniger kritischen Rohstoffen und beeindruckenden Leistungswerten. Der modulare Aufbau der e|MEA von Elementarhy bedeutet, dass Elektrolyse-Hersteller die Flexibilität haben, jedes Schichtdesign an spezifische Bedürfnisse und Betriebsbedingungen anzupassen. Durch diese Anpassungsfähigkeit kann die e|MEA in verschiedenen Anwendungen und Umgebungen eingesetzt werden. Mit diesen Innovationen macht Elementarhy die Wasserstoffproduktion nicht nur effizienter und kostengünstiger, sondern gestaltet auch die Zukunft der Wasserstofftechnologie für Erde und Weltraum neu. Wozu diese Technologie? Und warum jetzt? Der Zeitpunkt des Durchbruchs von Elementarhy könnte nicht entscheidender sein. Während die globale Nachfrage nach Wasserstoff wächst, stoßen herkömmliche Produktionsmethoden auf große Hindernisse, darunter hohe Kosten, begrenzte Rohstoffe und Umweltbedenken. Arne hebt die wirtschaftlichen und nachhaltigen Vorteile ihrer Technologie hervor: „Als Wirtschaftswissenschaftler finde ich es sehr spannend, mit weniger mehr zu erreichen. Die Nachfrage nach diesen kritischen Rohstoffen ist enorm, und wir müssen sie so effizient wie möglich nutzen. Mit unserem fortschrittlichen Plasma-Beschichtungsverfahren …“ Gustav ergänzt: „Traditionelle Elektrolysetechnologie basiert auf chemischen Prozessen, aber wir nutzen ein Vakuumverfahren, das auch im Weltraum angewendet werden kann, um Atome zu bewegen. Es ist ein viel gezielterer Ansatz, um die Technologie materialeffizienter zu machen. Das ist das Hauptziel.“ Der nächste Schritt: Von der Erde ins All Während sich Elementarhy zunächst auf terrestrische Anwendungen konzentrierte, war das Potenzial für den Weltraum schon immer Teil der Vision. „Wir haben mit der Erde begonnen, weil die Anwendung hier dringend benötigt wird“, sagt Gustav. „Aber diese Technologie stammt eigentlich aus dem Weltraumsektor – das ist sozusagen ihre Heimat.“ Da die Raumfahrtindustrie die Erschließung von Mond und Mars vorantreibt, ist Elementarhy ideal positioniert, um die Wasserstoffproduktion außerhalb der Erde zu unterstützen. Arne erläutert: „Im Weltraum herrschen andere Bedingungen. Auf der Erde steigen Wasserstoffblasen immer nach oben. Aber im Weltraum gibt es kein ‚oben‘ – also müssen wir die Technologie entsprechend anpassen. Mit unserem Vakuumverfahren ist das kein Problem mehr.“ Wasserstoff wird eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung menschlicher Präsenz auf Mond und Mars spielen – als Sauerstoffquelle für Astronauten, Treibstoff für Raketen und dezentrale Energiespeicherung für zukünftige Weltraumkolonien. „Wir sagen immer, dass unsere Technologie ‚Technologie ermöglicht‘“, betont Gustav. „Von allen Sektoren, die wir beliefern können, ist der Weltraum einer der spannendsten. Man kann sie nutzen, um Satelliten zu bewegen, Sauerstoff im All zu produzieren und zukünftige Weltraummissionen anzutreiben.“ ESA BIC Northern Germany – Ein neues Kapitel Die Aufnahme von Elementarhy in das Business-Inkubationsprogramm ESA BIC Northern Germany für junge Weltraum-Startups markiert einen wichtigen Schritt auf der Reise des Teams. „Ich habe ESA BIC online und in den Nachrichten gesehen“, erinnert sich Gustav. „Ich habe auch mit Leuten aus der Raumfahrtbranche gesprochen, die sagten, dass es nicht wirklich um Finanzierung geht, sondern
Wenn Nachfolge auf Gründung trifft: Fly & Surv Spezialabend im InnovationPort

Am 18. Juni 2025 öffnete der InnovationPort Wismar erneut seine Türen für eine besondere Community: Gründer:innen, Nachfolger:innen und wirtschaftlich interessierte Akteur:innen der Region trafen sich zur Sonderausgabe von Fly & Surv. Unter dem Titel „Wenn Nachfolge auf Gründung trifft“ widmete sich das Event einem hochaktuellen Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt – der Übergabe und Neuerschaffung von Unternehmen im Kontext strukturellen Wandels. Die Veranstaltung fand in enger Zusammenarbeit mit der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft e.V. (WWG) statt, die nicht nur konzeptionell, sondern auch operativ und kulinarisch entscheidend zum Erfolg des Abends beitrug. Impulse, Synergien und neue Perspektiven Die Eröffnung durch Doreen Heydenbluth-Peters (InnovationPort) und Jörg Denecke (WWG) setzte gleich zu Beginn ein klares Signal: Unternehmensnachfolge darf nicht losgelöst von Gründung gedacht werden. Beide Prozesse sind Teil eines Kontinuums, in dem Wissen, Verantwortung und Innovationskraft weitergegeben werden. Besonders betont wurde, wie wertvoll es ist, wenn junge Gründungsideen auf bestehende Unternehmensstrukturen treffen – und daraus Neues entsteht. Das Event war so konzipiert, dass es nicht nur Information, sondern auch echte Begegnung ermöglichte. In einem lockeren, aber strukturierten Rahmen wurde ein Raum für Inspiration, interdisziplinären Austausch und Erfahrungsweitergabe geschaffen. Dass dies gelungen ist, bestätigten zahlreiche Gespräche und Rückmeldungen im Verlauf des Abends. Fachimpulse aus erster Hand Im Zentrum des Abends stand ein praxisnahes Podiumsgespräch, das zentrale Herausforderungen, Strategien und Lösungsansätze in der Unternehmensnachfolge thematisierte. Drei ausgewiesene Experten gewährten pointierte Einblicke in ihre jeweiligen Arbeitsbereiche: „Es gibt über 1500 Unternehmen in MV, die akut eine Nachfolge suchen.“ — Frank Bartelsen, Nachfolgezentrale MV Die Beiträge des Podiums machten eines besonders klar: Unternehmensnachfolge ist keine reine Verwaltungsaufgabe – sie ist ein Prozess mit emotionaler, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Tragweite. Gründungspitches mit persönlichem Tiefgang Im Anschluss wechselte das Format in den interaktiven Modus: Zwei Gründerinnen präsentierten ihre ganz eigenen Wege ins Unternehmertum. Rike Bellmann (Grevesmühlen) und Svenja Mischur zeigten in jeweils kurzen, persönlichen Pitches, welche Gründungsidee sie verfolgen und wie weit sie damit sind. Community-Dialog in Kleingruppen Nach den Impulsen verlagerte sich der Schwerpunkt auf den offenen Austausch. In Kleingruppen diskutierten Vertreter:innen aus Wirtschaft, Netzwerken und Institutionen gemeinsam mit den Teilnehmenden zentrale Fragestellungen: Welche Unterstützungsformate werden gebraucht? Wie kann das Matching zwischen Nachfolger:innen und Unternehmer:innen in der Praxis gelingen? Und was können regionale Netzwerke konkret leisten, um unternehmerisches Engagement zu fördern? Diese Dialogform ermöglichte einen niederschwelligen Zugang zum Thema Nachfolge und Gründung, förderte den Wissenstransfer und schuf gleichzeitig Raum für neue Partnerschaften. Viele der Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen, konkrete Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen einzubringen. InnovationPort-Rundgang & informelles Networking Gegen 18:45 Uhr begann der gemeinsame Rundgang durch den InnovationPort. In Kleingruppen erkundeten die Gäste die verschiedenen Räume und Stationen. Dabei entstanden spontane Gespräche, neue Bekanntschaften und vertiefte Einsichten in das Ökosystem des Standorts. Abgerundet wurde der Abend durch einen entspannten Ausklang bei Abendimbiss und Getränken. Die offene Atmosphäre förderte informelles Networking, und viele Gespräche wurden in entspannter Stimmung weitergeführt. Besonders positiv aufgenommen wurde die Mischung aus Programmstruktur und Raum zur freien Begegnung – ein Format, das laut Rückmeldung vieler Gäste zur Wiederholung einlädt. Ausblick: Nächste Termine & Formate Bereits jetzt blickt das Team des InnovationPorts gemeinsam mit der WWG auf die kommenden Veranstaltungen: Beide Formate greifen das Prinzip interaktiver Community-Abende auf und werden gezielt weiterentwickelt, um aktuellen Fragestellungen im Innovationskontext zu begegnen.
Partnertag an der Hochschule Wismar

Am 21.05.2025 durften wir an der Hochschule Wismar zu Gast sein und dort einen bestens organisierten Partnertag erleben. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und wir verbrachten gemeinsam interessante Stunden, die viel Input lieferten und gleichzeitig Raum für Netzwerken ließen. Vielen Dank an die Hochschule Wismar für diesen informativen, abwechslungsreichen Tag. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Rektor der Hochschule, Herrn Prof. Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister und Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung MV stellte Prorektorin Frau Prof. Dr. Daniela Schwerdt die Hochschule Wismar näher vor und Doreen Heydenbluth-Peters zeigte auf, was in den Digitalen Innovationszentren, insbesondere regional passend im InnovationPort für tolle Formate und Unterstützung angeboten werden. Hier zeigte sich auch, wie gut das Miteinander der örtlichen Akteure funktioniert und wie bereichernd das Miteinander ist. mehr Erfahren auf ditales MV
Die erste WebseitenWerkstatt im InnovationPort – Ein inspirierender Auftakt

Am gestrigen Abend öffnete der InnovationPort zum ersten Mal die Türen für die neue Veranstaltungsreihe „WebseitenWerkstatt“. Ziel des Formats ist es, interessierten Menschen – unabhängig von Vorkenntnissen – Unterstützung und Orientierung rund um das Thema Website-Erstellung zu bieten. Die Werkstatt soll ein Ort des Austauschs, der Inspiration und des gemeinsamen Lernens sein, in dem konkrete Fragen beantwortet und praktische Hilfestellungen gegeben werden. Veranstaltungsüberblick Die erste Sitzung der WebseitenWerkstatt fand am Mittwoch, den 4. Juni 2025, von 16 bis 20 Uhr im InnovationPort statt. Insgesamt vier Teilnehmende fanden sich ein, um gemeinsam mit dem Veranstalter in die Welt der Website-Erstellung einzutauchen. Eingeladen waren alle, die Fragen zu Websites haben – vom völligen Einsteiger bis hin zu Personen mit spezifischen Problemen oder Optimierungsvorhaben. Der Ablauf des ersten Abends Der Abend begann mit einer offenen Runde, in der jede:r Teilnehmer:in die Möglichkeit hatte, eigene Fragestellungen einzubringen. Von grundsätzlichen Überlegungen wie „Welche Plattform eignet sich für mich?“ bis hin zu technischen Fragen zur Umsetzung – der Raum für individuelle Anliegen wurde gut genutzt. Themenschwerpunkt des Abends Im Mittelpunkt stand an diesem ersten Abend das Thema: Wie kann man schnell und effizient mit Hilfe von KI eine eigene Website erstellen? Gemeinsam wurden verschiedene Tools vorgestellt und deren Funktionsweise demonstriert. Ziel war es, Hemmschwellen abzubauen und einfache, aber wirkungsvolle Wege aufzuzeigen, wie man mit wenig Aufwand zu professionellen Ergebnissen kommen kann. KI-gestützte Website-Erstellung – Ein Überblick Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Webseitengestaltung eröffnet neue Möglichkeiten – vor allem für Einsteiger:innen. Anstatt mühsam Layouts zu planen oder HTML zu lernen, können moderne Tools dank KI in kürzester Zeit automatisch Vorschläge für Designs, Inhalte und Seitenstrukturen liefern. Dadurch wird die Hürde für den Start erheblich gesenkt, ohne dass die Qualität darunter leidet. Tools wie Wix ADI, IONOS Website Builder oder KI-Plugins für WordPress ermöglichen eine intuitive Bedienung: Der Nutzer beantwortet ein paar Fragen – und schon steht ein erster Entwurf. Im Workshop zeigte sich schnell, wie beeindruckend schnell und individuell die Ergebnisse sein können. Vergleich der gängigen Plattformen Um ein Gespür für die Werkzeuge zu bekommen, wurden im Workshop mehrere Plattformen anhand konkreter Kriterien verglichen: Benutzerfreundlichkeit, Designfreiheit, Skalierbarkeit, Preisstruktur und der Grad an KI-Unterstützung. Dabei wurde deutlich, dass es kein „one-size-fits-all“-System gibt. Die Wahl hängt stark von den individuellen Zielen und dem gewünschten Funktionsumfang ab. Im Folgenden ein Überblick über die Vor- und Nachteile der bekanntesten Anbieter. Wix Wix zählt zu den beliebtesten Plattformen für Website-Baukästen – besonders unter Einsteiger:innen. Ein zentrales Highlight ist „Wix ADI“ (Artificial Design Intelligence), das auf Basis weniger Angaben automatisch ein Design entwirft und Inhalte vorschlägt. Im Workshop beeindruckte die intuitive Oberfläche, die vielen Designvorlagen und die schnelle Umsetzung. Besonders für kleine Unternehmen, Selbstständige oder private Projekte eignet sich Wix hervorragend. Der Editor ist visuell aufgebaut, es sind keine Programmierkenntnisse nötig und auch das Hosting ist inklusive. IONOS IONOS punktet vor allem mit seinem umfangreichen Support-Angebot, deutschsprachiger Benutzerführung und attraktiven Einstiegspreisen. Der Website-Builder richtet sich vor allem an Selbstständige und kleine Unternehmen, die Wert auf Erreichbarkeit und Datenschutz legen. In der WebseitenWerkstatt zeigte sich, dass IONOS eine solide, pragmatische Lösung darstellt, bei der man Schritt für Schritt durch die Erstellung geführt wird. Zwar ist die Gestaltung etwas eingeschränkter als bei Wix, dafür gibt es professionelle E-Mail-Adressen, Sicherheitsfeatures und telefonischen Support. WordPress WordPress ist mit Abstand die flexibelste Plattform – allerdings auch die komplexeste. Im Workshop wurde deutlich: Wer maximale Freiheit in Gestaltung und Funktionalität sucht, ist hier richtig – sollte aber bereit sein, sich in die Materie einzuarbeiten. Dank zahlreicher Plugins wie Elementor oder KI-basierter Tools lassen sich auch hier automatisierte Inhalte und Designs erzeugen. Besonders für Agenturen, Blogger oder ambitionierte Projekte eignet sich WordPress hervorragend. Voraussetzung ist jedoch ein grundlegendes technisches Verständnis. Weitere Anbieter im Vergleich Neben den drei großen Anbietern wurden auch Plattformen wie Jimdo, Squarespace oder Webflow erwähnt. Jimdo bietet einfache und schnelle Ergebnisse, Squarespace punktet mit Designästhetik und Webflow richtet sich an Profis mit Anspruch auf individuelle Gestaltung. Die Teilnehmenden erhielten so einen umfassenden Überblick über die Vielfalt des Markts und konnten besser einschätzen, welche Lösung zu ihren Bedürfnissen passt. Reaktionen und Feedback der Teilnehmenden Die Stimmung war durchweg positiv. Man äußerte sich begeistert über die Möglichkeit, endlich den ersten Schritt Richtung eigene Website gemacht zu haben. Besonders gelobt wurde die praxisnahe Herangehensweise, die entspannte Atmosphäre und die Möglichkeit, ohne Druck Fragen stellen zu können. Einige Teilnehmer:innen berichteten, dass sie sich nun erstmals zutrauen, ihre eigene Website umzusetzen – ein großer Erfolg des Formats. Auch der Austausch untereinander wurde als bereichernd empfunden. Warum die WebseitenWerkstatt eine regelmäßige Veranstaltung wird Der Auftaktabend hat gezeigt: Der Bedarf ist da, das Interesse vorhanden und die Kombination aus Theorie und Praxis funktioniert. Deshalb wird die WebseitenWerkstatt künftig regelmäßig stattfinden. Die Teilnehmenden des ersten Abends haben bereits Interesse bekundet, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. Ein starkes Zeichen für die Relevanz dieses Angebots. Fazit des Abends Die erste WebseitenWerkstatt war ein gelungener Auftakt, der deutlich gemacht hat, wie viel Potenzial in der Kombination aus persönlichem Austausch und digitalen Tools steckt. Das Konzept, niederschwellig Zugang zu Wissen und praktischer Hilfe zu bieten, hat überzeugt. Die positive Resonanz der Teilnehmenden, die spannenden Einblicke in KI-gestützte Website-Erstellung und der offene, unterstützende Rahmen machen Lust auf mehr. Die Fortsetzung ist fest eingeplant – mit neuen Themen und hoffentlich noch mehr Neugierigen. Zusatzinformationen für Interessierte Die WebseitenWerkstatt richtet sich an alle, die eine Website erstellen oder optimieren möchten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über den InnovationPort (Eventbrite) ist jedoch erforderlich. Empfohlen wird, einen Laptop mitzubringen und eine grobe Idee für ein Projekt oder eine Fragestellung im Kopf zu haben. Vorkenntnisse sind nicht notwendig – Offenheit und Lernbereitschaft reichen völlig aus. Über den InnovationPort Der InnovationPort in Wismar ist ein Ort für digitale Bildung, Innovation und Vernetzung. Mit Workshops, Events und regelmäßigen Angeboten schafft er Räume, in denen Ideen entstehen und umgesetzt werden können. Neben der WebseitenWerkstatt bietet der InnovationPort zahlreiche weitere Formate an – von Gründungsberatung über Coworking bis hin zu IT-Schulungen. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich digital weiterentwickeln möchten. Häufige
ACCELERATOR digitales MV: Wie Gründer:innen ihre innere Klarheit finden

Vision, Mission und Werte – Wie Gründer:innen ihre innere Klarheit finden Ein Blick hinter die Kulissen – Der Workshop in Wismar Am 27. März 2025 fand in Wismar der zweite Praxistermin zum Thema „Vision, Mission und Werte“ statt – ein zentrales Element des Programms Accelerator digitales MV. Die Leitung übernahm Diplom-Pädagogin Agnieszka Lieser, die mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich werteorientierter Führung für eine besondere Workshop-Atmosphäre sorgte. Die Teilnehmenden – Gründer:innen aus verschiedenen digitalen Geschäftsmodellen – hatten bereits im Vorfeld eine Online-Session besucht. In Wismar ging es nun darum, das theoretische Wissen in persönlicher Reflexion und Gruppenarbeit zu vertiefen. Trotz einer Verzögerung von etwa 30 Minuten aufgrund externer Umstände entstand ein intensiver, inspirierender Austausch, der von der Gruppe als sehr wertvoll wahrgenommen wurde. Warum Vision, Mission und Werte für Startups so entscheidend sind Oft unterschätzt, aber für nachhaltiges Wachstum unverzichtbar: Die innere Klarheit über Vision, Mission und Werte ist ein Schlüsselmerkmal erfolgreicher Startups. Diese drei Komponenten sind keine abstrakten Floskeln, sondern echte Orientierungspunkte für strategische Entscheidungen, Mitarbeiterführung, Kommunikation und Unternehmenskultur. Im Workshop wurde unter anderem das Modell des „Golden Circle“ von Simon Sinek vorgestellt, das den Fokus auf das Warum – also den Sinn und Zweck der unternehmerischen Tätigkeit – legt. Denn nur wer sein „Warum“ kennt, kann langfristig motivieren, Vertrauen aufbauen und ein authentisches Unternehmen führen. Einstieg ins Thema – Reflexion statt Sprint Der Präsenzworkshop begann nicht mit einer PowerPoint-Schlacht, sondern mit einem bewussten Innehalten. Agnieszka Lieser leitete mit einer kurzen Wiederholung der Online-Inhalte ein und lud die Teilnehmenden anschließend zur intensiven Selbstreflexion ein: Wie sieht meine Unternehmensvision in Bildern aus? Was treibt mich an? Welche Werte sind mir wirklich wichtig? Diese ruhige, aber tiefgehende Einstimmung schuf Raum für persönliche Geschichten, emotionale Aha-Momente und erste Ansätze für individuelle Unternehmensleitbilder. In einer Arbeitswelt, die oft auf Schnelligkeit und Leistung fokussiert ist, wirkte dieser Zugang wohltuend entschleunigend – und gleichzeitig sehr kraftvoll. Tiefer graben – Von oberflächlichen zu echten Werten Im nächsten Teil des Workshops ging es darum, die eigenen Werte nicht nur zu benennen, sondern sie wirklich zu verstehen und in den Unternehmensalltag zu übertragen. Viele Gründer:innen starten mit Schlagwörtern wie „Nachhaltigkeit“, „Innovation“ oder „Verlässlichkeit“ – doch was bedeuten diese Begriffe konkret? Und wie wirken sie sich auf Entscheidungen, Kommunikation und Handeln aus? Die Teilnehmenden wurden dazu eingeladen, ihre Werte in einer sogenannten Wertepyramide einzuordnen. Dabei wird zwischen Grundwerten, unterstützenden Werten und dem zentralen Leitwert unterschieden. Ziel war es, ein individuelles Wertefundament zu schaffen, das nicht nur authentisch ist, sondern auch als innerer Kompass in herausfordernden Situationen dienen kann. Emotionen zulassen – Ein Raum zum Fühlen Besonders bewegend war der Moment, als Raum für Emotionen geöffnet wurde. Die intensive Auseinandersetzung mit persönlichen Werten führte bei vielen Teilnehmenden zu echten Aha-Erlebnissen – und teilweise auch zu Tränen der Rührung. Der Workshop bot damit nicht nur fachlichen Input, sondern ermöglichte auch tiefe emotionale Prozesse, die oft in klassischen Gründungsprogrammen keinen Platz finden. Agnieszka Lieser schuf eine Atmosphäre, in der Fühlen ausdrücklich erlaubt und erwünscht war. Dieser mutige Ansatz wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt: Viele betonten im Nachgang, wie befreiend und stärkend es war, sich in einem geschützten Rahmen mit der eigenen Motivation und inneren Haltung auseinanderzusetzen. Vision – Das große „Warum“ sichtbar machen Ein zentrales Element des Workshops war die Entwicklung einer individuellen Unternehmensvision. In Gruppen- und Einzelübungen reflektierten die Teilnehmenden Fragen wie: Welchen Einfluss möchte ich mit meinem Unternehmen auf die Welt haben? Was wäre der ideale Zustand in zehn Jahren? Und welche Veränderung will ich wirklich bewirken? Dabei wurden auch die in der Theoriesequenz vorgestellten inspirierenden Beispiele von Apples Vision einer intuitiven Technologie bis hin zu Patagonias Engagement für eine lebenswerte Umwelt in Erinnerung gerufen. Die Teilnehmenden konnten die unterschiedlichen Ansätze im Praxisteil als Impulse für die eigene Visionsarbeit nutzen. Das Ziel: Eine kraftvolle, langfristig inspirierende Leitidee, die über die alltägliche Geschäftstätigkeit hinausweist. Mission – Der konkrete Unternehmenszweck Nachdem die Vision – das große „Warum“ – geschärft war, richtete sich der Blick auf die Mission. Hier ging es um die Frage: Wie genau bringt mein Unternehmen seine Vision in die Realität? Die Mission beschreibt den konkreten Zweck, das tägliche Handeln und den Nutzen für die Zielgruppe. Mit Hilfe gezielter Leitfragen konnten die Teilnehmenden ihre Mission Schritt für Schritt entwickeln: Wen bedienen wir? Welches Problem lösen wir? Und auf welche besondere Weise tun wir das? Durch Praxisbeispiele wie Google, Tesla oder Patagonia wurde deutlich, wie unterschiedlich, aber auch wie kraftvoll eine gut formulierte Mission wirken kann – sowohl nach innen als auch nach außen. Werte umsetzen – Vom Prinzip zum Handeln Der nächste logische Schritt: Wie lassen sich Werte konkret leben? Denn nur wenn sie sich im Verhalten widerspiegeln, entfalten sie ihre volle Wirkung. Die Teilnehmenden durchliefen dazu einen sechsstufigen Prozess – vom Bewusstwerden über die Auswahl bis hin zur Übersetzung in konkrete Handlungen. Beispielsweise wurde aus dem Wert „Vertrauen“ die Verhaltensregel: „Wir kommunizieren ehrlich und halten Versprechen ein.“ Ebenso wurden Kundenperspektiven reflektiert: Wie erleben Kund:innen unsere Werte? Welche Tools, Maßnahmen und Rituale unterstützen uns im Alltag dabei, diese Werte auch zu verkörpern? Dein Startup als Mensch – Werte erlebbar machen Ein weiterer kreativer und zugleich tiefgehender Moment entstand, als die Teilnehmenden eingeladen wurden, ihr Unternehmen als Person zu denken: Welche Persönlichkeit hätte diese Person? Wie würde sie sprechen? Welche Werte würde sie vertreten? Diese Methode der Personifizierung half vielen, ein greifbareres Gefühl für die Markenidentität ihres Unternehmens zu entwickeln. Dadurch entstanden authentische Bilder, Sprachstile und innere Haltungen, die später auch für Markenkommunikation, Branding und Führung hilfreich sein können. Das eigene Startup wurde nicht mehr nur als Struktur, sondern als lebendige Identität mit Charakter und Haltung erlebt. Das Mini-Leitbild – Alles in einem Satz Zum Abschluss der inhaltlichen Arbeit war die Ausarbeitung eines sogenannten „Mini-Leitbild“ geplant – was einer kompakten Zusammenfassung aus Vision, Mission, Werten und Zielen entspricht. Ziel dabei: die Essenz des Unternehmens in maximal fünf bis sechs klaren Sätzen auf den Punkt zu bringen. Eine solche Fokussierung hilft die interne Klarheit zu schärfen und dient als Grundstein für ein konsistentes Auftreten – etwa in Pitchdecks, auf Websites oder